Der Dresdnerwolf


Zwinger

Das Kronentor des Zwingers Dresden

Das Kronentor des Zwingers Dresden

Ein einzigartigen Meisterwerk höfischen Barocks. Eindrucksvoll ist schon der Eingang Ostra – Allee: das Kronentor. Auf der zwiebelförmigen Kuppel tragen vier goldene polnische Adler das Wappen der Königswürde. Nun betritt man einen weiträumigen Platz, von prachtvollen Bauten umstellt, die wie die Wände eines riesigen Festsaals wirken. Der unpoetische Name geht auf die frühere Festungs und Zwinger Anlage zurück, die hier stand. August der Starke wählte das Gelände für den Bau einer Orangerie aus. Mit dem Bau wurde Matthäus Daniel Pöppelmann beauftragt. 1710 entstanden die Galerien und Pavillons an der Wallseite. 1732 war das Palais Royal des Sciences vollendet. Bemerkenswert ist schon der Grundriss der Anlage: Einem quadratischen Hof sind zwei sich spiegelsymmetrisch wiederholende und bogenförmig schließende Erweiterungen angefügt. Die Vielfalt der architektonischen Formensprache zeigt sich in der 36-achsigen Langgalerie, in der Bogengalerie und vor allem im Wallpavillon, dem baukünstlerischen Höhepunkt des Ensembles. Die Figur auf dem Giebel stellt August den Starken als Herkules Saxonicus dar, der statt Atlas die Weltkugel trägt. Den überaus reichen Skulpturenschmuck schuf Balthasar Permoser, ein kongenialer Partner Pöppelmanns. Aus seiner Werkstatt stammen all die Putten und Satyrn, die Götter und Göttinnen, die “Vier Winde”, die den Ruhm des Königs in alle Welt tragen sollen. Und auch die anmutigen Frauengestalten in Nymphenbad, eine Idee, die

Das Nymphenbad im Zwinger

Das Nymphenbad im Zwinger

Pöppelmann von seiner Dienstreise nach Italien mitbrachte. Über eine Treppe – die schönste aller schöner Zwingertreppen – kommt man zur Balustrade, von der man einer herrlichen Blick über die ganze Anlage hat. Im Glockenspielpavillon dem Pendant zum Wallpavillon spielen 40 Glocken aus Meißner Porzellan.
In einer einzigen Bombennacht total zerstört, wurde der Zwinger bis 1964 wieder aufgebaut, aber die Renovierung nimmt kein Ende. Der saure Regen frisst immer wieder an den Sandsteinfiguren. In den Pavillons und Galerien werden viele Dresdner Kunstschätze aufbewahrt, eine einzigartige Porzellansammlung und eine der ältesten Sammlungen wissenschaftlich-technischer Instrumente im Mathematisch-Physikalischen Salon. In die bis dahin offene Nordostseite des Zwingers wurde zwischen 1847 und 1854 von Gottfried Semper in Formen der Hochrenaissance die Gemäldegalerie Alte Meister gebaut.

Quelle der Bilder: wikimedia.org

September 14th, 2008
Kategorie: Sehenswertes

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