Viele Touristen kommen nur ihretwegen nach Dresden. Der zweigeschossige, bogenförmige Arkadenbau mit der bronzenen Pantherquadriga über dem Portal steht am Theaterplatz, an gleicher Stelle wie schon die beiden Opernhäuser zuvor. Das erste, 1841 von Gottfried Semper als Hoftheater gebaut,
brannte 1869 ab, das zweite, vom selben Baumeister im Stil der italienischen Hochrenaissance entworfen und 1878 eingeweiht, wurde am 13. Februar 1945 total zerstört. Auf den Tag genau 40 Jahre später öffnete die dritte Semperoper ihre Pforten. Aufgeführt wurde die Oper, die zuletzt auf dem Spielplan gestanden hatte:
“Der Freischütz”.

Die Semperoper bei Tag
Die Semperoper bei Tag

Bemerkenswert sind der bildhauerische Schmuck auf dem Dach des Bühnenhauses und die Skulpturen Goethes und Schillers neben dem Eingang und die von Shakespeare, Sophokles, Moliere und Euripides in den Seitennischen der Fassade. Das Bauwerk zählt weltweit zu den Spitzenleistungen europäischer Architektur. So gehört neben der festlich-kostbaren Ausstattung des Foyers und des Zuschauerraums mit seinen vier Rängen eine hervorragende Akustik zu den Besonderheiten dieses Hauses, in dem die Musik besser klingt als in der Mailänder Scala.

Die Vorstellungen sind oft Monate im Voraus ausverkauft; Restkarten sind aber manchmal selbst an der Abendkasse noch zu ergattern.

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