Zur 800-Jahr-Feier Dresdens 2006 soll der 1986 begonnene Wiederaufbau des am 13. Februar 1945 zerstörten Residenzschlosses zumindest außen abgeschlossen sein. Kundige Steinmetzen haben die künstlerischen Details der Erker, Giebel und der typischen, “Schnecken” genannten Treppentürme restauriert. Die Prunkräume, deren Originalausstattung gerettet wurde, entstehen auch neu. Überragt wird das Schloss vom 101 m hohen Hausmannsturm. Von der Aussichtsplattform in 38 m Höhe hat man einen schönen Blick auf den Theaterplatz /April bis Okt. Di – So 10-18 Uhr.
Das Schloss der sächsischen Herrscher stammt in seinen wesentlichen Teilen aus dem 16. Jh. Doch nicht alles, was nach Renaissance aussieht, ist in jener Zeit gebaut worden. Manches wurde beim letzten Umbau 1902 stilgerecht nachempfunden. Original sind die Rundbogenarkaden im Langen Gang, der den Georgenbau mit dem Johanneum verbindet. Der Stallhof ist der älteste Turnierplatz Europas. Das Georgentor wurde 1969 erneuert. Im Johanneum befindet sich das Verkehrsmuseum. Neben seiner Schauseite, im verwitterten Grau leicht zu übersehen, ein Kleinod der Renaissance: die Schöne Pforte.
Vor dem Johanneum steht der Türkenbrunnen, entstanden nach dem Sieg Johann Georgs III. 1683 über die Türken. An der Fassade des Stallhofs, zur Augustusstraße hin: der Fürstenzug, 102 m lang, 1870 bis 1876 von Wilhelm Walter in Graffitotechnik gemalt und 1906 auf 25 000 Meißner Porzellanfliesen übertragen. Dargestellt sind die Herrscher des Hauses Wettin, das Dresden 1485 zu seiner Residenz machte. Ihre Namen und Beinamen sind am Bildrand abzulesen, nur der letzte König, der 1918 abdanken musste, fehlt. Hinter den Fürsten sind ein paar ausgewählte Künstler und Wissenschaftler zu sehen. Die Ausstellung zur Schlossgeschichte befindet sich im Georgenbau.