Das Wort von den vielen Köchen, die den Brei verderben, trifft auf Architekten offenbar nicht immer zu. Denn hier hatten fünf ihre Hände im Spiel: de Bodt, Longuelune Knöffel, Semper, am nachhaltigste Pöppelmann, der 1727 bis 1737 das ursprünglich Holländische Palais umbaute, erweiterte und mit Chinoiserien in ein Japanisches Palais verwandelte. Es sollte die Porzellansammlung Augusts des Starken aufnehmen. Durch den Tod des Königs wurde das Vorhaben nicht beendet, erkennbar ist es an den fernöstlich geschweiften Dächern und dem Giebelrelief am Mittelbau: Chinesen huldigen Saxonia. Heute ist hier das Museum für Völkerkunde. Ein Denkmal für König Friedrich August 1. steht vor dem Palais.