Schroffe wunderliche Felsgebilde, imposante Tafelgebirge, Schluchten, Täler, Wälder. Unverwechselbar: das Elbsandsteingebirge, die Sächsische Schweiz Da ist das früher von Steinbrechern und Schiffern bewohnte Wehlstädtel, das sich zum staatlich anerkannten Erholungsort namens Stadt Wehlen herausgeputzt hat Da ist das Basteigebiet mit seinen Felszinnen und der Felskanzel als beliebter Aussichtspunkt. Da ist der reizende Kurort Raten am Amselgrund mit Klettergarten und Naturtheater der Felsenbühne. Dort ist der markante Lilienstein und der Königstein, dessen Festungsanlage jetzt ein vielbesuchtes Kulturdenkmal ist. Das alles und noch viel mehr ist die Sächsische Schweiz: Ein Landschaftsschutzgebiet von knapp 400 Quadrat-kilometern Fläche. Ein großes Ferienland. Nach der Ostseeküste das zweitgrößte Urlaubsgebiet der ehemaligen DDR das alle Jahre Millionen in seinen Bann zieht freilich, früher war das ganz anders, als die Gegend noch eine der unwirtlichen und wildesten in deutschen Landen war, Meißner Hochland, Heide über Schandau, später Elbsandsteingebirge genannt. Mehr schlecht als recht ernährte sie Bauern in den Elbdörfern, Fischer und Fährleute, Schiffer und Flößer, Steinbrecher, Schiffsbauer und Segelmacher. Im Mittelalter machten zudem Raubritter und allerlei Diebsgesindel und nachfolgend fürstliche Jagdgesellschaften die Gegend unsicher. Und daß sie in Kriegszeiten Asyl und den bedrängten Bewohnern manch sicheren Unterschlupf gewährte, verhalf ihr auch nicht zu einem besseren Ruf. Dies gelang erst, vor etwa 200 Jahren, Künstlern aus dem nahegelegenen Dresden, Malern, die das Sandsteinländchen an der Elbe als romantische und pittoreske Landschaft entdeckten. Darunter waren Maler aus der Schweiz, die sich an ihre Heimat, an die Alpen erinnert fühlten und so vermutlich den Namen prägten: Sächsische Schweiz Publikationen taten ein übriges: An der Wende zum 19.Jahrhundert setzte der Fremdenverkehr ein. Zahlungskräftige Leute reisten von weiter an, leisteten sich Schweizführer, mieteten Reitesel oder ließen sich in Tragstühlen auf die Höhen schleppen. Wer’s billiger und abenteuerlicher wollte, versah sich mit expeditions-verdächtiger Ausrüstung und ließ die Daheimgebliebenen in Angst und Bange zurück. Dann kamen, mit hellen Scharen an Bord, die Dampfschiffe. Dann kam die Eisenbahn, und im letzten Drittel des vorigenJahrhunderts stiegen die Bergsteiger ein, die sich, bis heute, mehr als 900 Kletterfelsen mit rund 5000 verschiedenen Aufstiegen erschlossen haben. Zunächst an der vorderen und danach auch in der hinteren Sächsischen Schweiz, nahe der Grenze…