Schließung der Staatsoperette Dresden
Ein Verein soll helfen, die Operette vor der Schließung zu bewahren. “Der Förderverein Dresdner Staatsoperette e.V. will Spenden sammeln und damit einen Beitrag zum Erhalt leisten”, sagt Michael Grötsch, Vereinsvorsitzender und CDUFraktionschef im Stadtrat. Als Vorbild diene das Engagement für die Frauenkirche.
Bislang hat der Verein erst neun Mitglieder und noch keinen Spenden-Euro gesammelt. Doch das soll sich bald ändern. “Wir haben mit dem überwältigenden Echo auf die Schließung nicht gerechnet”, sagt Operetten Intendant Fritz Wendrich. “Das Ausmaß der Proteste ist unglaublich.” Nun hoffen die Initiatoren auf regen Zuspruch der Protestler, die für 25 Euro im Jahr (ermäßigt 15 Euro) ab kommender Woche Mitglieder werden können.
Der Verein könne auch bei Gesprächen mit Investoren für einen neuen Standort eine flankierende Rolle spielen, sagt Wendrich. “Wir können einen Punkt aufs i setzen.”
Zunächst wird jedoch die Stadtratsentscheidung zur Operette am 19. Dezember abgewartet.’ “Wir brauchen eine langfristige Perspektive. Der Bestand muss gesichert sein”, sagt Grötsch. In den kommenden Wochen wollen die Vereinsmitglieder ein Konzept erstellen. Dennoch steht eines außer Frage: “Wir brauchen die zehn Millionen jährliche Subvention der Stadt”, sagt Wendrich. “Es kann nicht sein, dass der Verein das leistet, was die Stadt leisten muss.” Ronald in’t Veld, Geschäftsführender Direktor des Kempinskis, wies auf die wirtschaftliche Bedeutung der Operette für den Tourismus hin. “In Hamburg stieg die Bettenbelegung am Wochenende durch die Musicals von 30 Prozent auf bis zu 90 Prozent. Für Dresdens Hotels wäre eine Operette in der Innenstadt ein großes Plus.”
Infos unter Tel. 2079959, Spendenkonto: 34700 03 33, BLZ 850 55142
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Kategorie: Neuigkeiten Staatsoperette Dresden
