Der Dresdnerwolf


Ausgrabungen am Neumarkt

Nach den Ausgrabungen rund um das Gebiet der Frauenkirche bestehen begründete Zweifel an der bisherigen Hypothese, Dresdens Keimzelle sei der Neumarkt. Die historischen Funde im Schlossbereich seien von wesentlich älterer Herkunft. Die frühe, an der Frauenkirche vermutete Siedlung wurde nicht gefunden. Gründonnerstag sollen die Grabungen zwischen Frauenkirche und Polizeipräsidium beendet werden. Dennoch ist es gelungen, in den zehneinhalb Parzellen auf der 2 800 Quadratmeter großen Ausgrabungsfläche urgeschichtliche Befunde freizulegen. Es können anhand von Funden aus dem vierten Jahrtausend vor Christus sogar die Existenz einer altsteinzeitlichen Siedlung nachgewiesen werden. Dabei handelt es sich um die ältesten Funde auf dem Gebiet des Neumarktes. Neben Haushaltsgeräten, Spielzeug des 20. Jahrhunderts, Schmuckstücken und Pfeifenköpfen aus dem 17. Jahrhundert fanden die Grabungsarbeiter auch alte Töpfereibestände. So seien Abfallgruben von Töpfereien und somit das Töpferhandwerk in Dresden bereits im 15. Jahrhundert nachgewiesen. Einige der Funde werden künftig auch im Museum zu sehen sein. Nach achteinhalbmonatiger Ausgrabungsdauer fängt eine Baugesellschaft noch in diesem Jahr an, ihr Bauvorhaben zu realisieren. Die historischen Funde werden dabei in die Pläne der Bauherren integriert. Neben exklusiven Wohnungen und Büros sind auch Läden und Restaurants geplant.

Februar 14th, 2004
Kategorie: Neuigkeiten ,

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