Altstädter Wache (Schinkelwache)

Sie steht an der Südostecke des Theaterplatzes und erinnert an die Alte Wache in Berlin. Friedrich Schinkel hat beide entworfen, diese 1830. Heute befindet sich hier die Vorverkaufskasse für alle staatlichen Theater.

Das Residenzschloss Dresden

In diesen Räumen bauschte sich früher die Staatsaktion. Das Wort “Majestät” geisterte ständig über die Korridore und Säle. Wachen rasselten klirrend heraus. Kommandos hallten seltsam. Wagen rollten aus und ein, und Pferdehufe tickten mit unerhörter Eleganz auf dem Asphalt. Das war die große Aufmachung des Königtums, das wir noch vor Jahren als etwas Unumstößliches zu denken gewöhnt waren. Dann kam der Tag, da riss der Vorhang des Tempels mitten entzwei, und die Herrlichkeit, die durch Jahrhunderte allen Stürmen getrotzt, war verschwunden, sie hinterließ nichts als das leere Gehäuse, Fremden und Einheimischen ein Schaustück. Der gewaltige Bau des Dresdener Schlosses lässt nur in Einzelheiten die fröhliche Pracht seiner frühen Tage ahnen, die wir aus alten Bildern und Stichen ersehen können. Der Staat hat die Verwaltung übernommen, hat aus der Flucht der Festräume ein Museum gemacht, dessen Veröffentlichungen, von Professor Haenel herausgegeben, über alles Wissenswerte berichten. Das Schlossmuseum übt eine gewaltige Anziehung auf die Besucher Dresdens aus, die erfahren wollen, wie Könige gehaust haben. In diesen prächtigen Räumen ist zum Teil noch das 18. Jahrhundert wohl erhalten, zum Teil aber zeigt sich die Dekorationskunst des 19. Jahrhunderts in großartig kühler Geste.

Geschrieben von Paul Wolff ca. 1923

Das ungewöhnlichste Gebäude in Dresden war das im Jahre 1928 errichtete erste Kugelhaus der Welt

Auf der Fläche im Großen Garten, die heute von der Gläsernen Fabrik der Volkswagenwerke eingenommen wird, befand sich seit 1896 das Ausstellungsgelände der Landeshauptstadt. Dort zeigte die 7. Jahresschau in der am 16. Mai 1928 eröffneten Ausstellung „Die Technische Stadt”, wie der wissenschaftliche Fortschritt im Bereich Technik neue Lebensbedingungen ermöglicht. Auf dem Ausstellungsgelände war vor Eröffnung der Jahresschau, nach Entwurf des Berliner Architekten Peter Birkenholz (1876 bis 1961) und von der Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg ausgeführt, das ungewöhnlichste Gebäude in Dresden entstanden das erste und legendäre Kugelhaus .

Das erste Kugelhaus der Welt
Das erste Kugelhaus der Welt

Das Bauwerk, eine Eisenkonstruktion mit einer Höhe von 30 Metern, einem Durchmesser von 24 Metern und den 20 000 Nietverbindungen brachten ein Gesamtgewicht von 280 Tonnen. Der Innenausbau des Kugelhauses wurde durch Dresdner Betriebe ausgeführt, die Etagen waren mit Treppen und Aufzügen verbunden. In den Geschäften im Erdgeschoss konnten selbst anspruchsvolle Besucher wertvolle Andenken oder Geschenke einkaufen. In vier der ringförmig angelegten Etagen befanden sich Ausstellungsräume in der fünften und höchsten Etage ein Restaurant. Die Terrasse verschaffte den Gästen eine gute Aussicht über das Ausstellungsgelände und das Stadtgebiet. Mit Beginn der Dunkelheit erstrahlte das Innere des Kugelhauses im hellen Licht und war von außen eindrucksvoll beleuchtet. Bis zum Ende der Ausstellung im Oktober 1928 besuchten 3,5 Millionen Personen die 7. Jahresschau Deutscher Arbeit. Aber es wurde bereits zehn Jahre später, 1938 von den Nazis abgerissen, da der Architekt Jude war, es als undeutsch und entartete Kunst galt. Angeblich wurde das Dresdner Kugelhaus 1938 gänzlich zu Rüstungszwecken „verwertet”. Nachdem 2001 drei Originalfenster in einem Lausitzer Hühnerstall auftauchten, ist jetzt eine Nachricht bekannt geworden, dass auch ein Original-Kugelhaus Spiegel existiert. Er wurde beim Abbruch für sechs Reichsmark verkauft und wird nun ein weiteres und recht bedeutsames Ausstellungsobjekt sein! Jetzt besteht der Verdacht das es noch eine Menge andere Sachen aus dem Kugelhaus gibt, die veräußert worden sein. Aber wo sind die geblieben? Der Verein Dresdner Kugelhaus e.V. ist nach wie vor interessiert an Einrichtungsgegenständen, Speisekarten, Werbematerial. Und nicht zuletzt möchte er Dresdner befragen, die ihm berichten können, was genau zwischen 1928 und 1938 passiert ist im und am Kugelhaus. Zu erreichen ist der Verein unter:

Dresdner Kugelhaus e.V.
PF 510133, 01314 Dresden,
Tel. 475 82 09, Fax 475 82 08
kugelhaus-dresden@gmx.de

Bildquelle: Wikimedia.org

Goldener Reiter

Er steht auf dem Neustädter Markt, am Brückenkopf der Augustusbrücke, reitet stadtauswärts, geschützt mit einem römischen Schuppenpanzer, im Habitus eines Cäsaren, strahlend vor Gold: das Abbild Augusts des Starken. Sein Sohn und Nachfolger gab das Denkmal 1734 in Auftrag. Den Feuersturm vom 13. Februar 1945 überstanden Ross und Reiter unter einem Ziegelschutz. 1956, zur 750Jahr Feier Dresdens, wurden sie wieder auf den Sockel gestellt und erhielten eine frische Vergoldung.

Der Goldene Reiter
Der Goldene Reiter

Bildquelle: Pixelio.de
Fotograf: M-I-W

Schloss Wesenstein

Eine romanische Burg, Renaissanceschloss, Barockresidenz, romantischer Königssitz, all das verbindet sich mit dem Namen Weesenstein. Als einzigartiges Ensemble gruppieren sich die in sieben Jahrhunderten gewachsenen Gebäude des Schlosses malerisch rund um den Felsen im Müglitztal.

Vier bedeutende Adelsfamilien haben auf Schloss Weesenstein ihre Spuren hinterlassen, zuletzt das königliche Haus Wettin (bis 1917). König Johann hat auf Schloss Weesenstein wesentliche Teile seiner Dante Übersetzung geschaffen. Sein Arbeitszimmer, eine evangelische und die katholische Schlosskapelle, der Ledertapetensaal, der Chinesische Salon, der Rittersaal sowie weitere zahlreiche Räume des 17. bis 19. Jahrhunderts bieten dem Besucher ein eindrucksvolles Bild vom einstigen Leben auf Weesenstein.

Burg Stolpen

Der mittelalterliche Charakter einer Burganlage ist in Stolpen auf besondere Art zu erleben. Viele Vorstellungen von mittelalterlicher Folter und Kerkerhaft sind bis heute lebendig. Auf Stolpen finden Sie sich darin bestätigt.
Wer weiß, wie schwer Basalt zu bearbeiten ist, ist fasziniert davon, dass fast alle noch existierenden Bauten der Burg aus diesem Stein errichtet wurden. Die Burg Stolpen war an vielen kriegerischen Auseinandersetzungen Sachsens beteiligt. Am heutigen, teilweise ruinenartigen Charakter der Burg haben napoleonische Truppen einen entscheidenden Anteil.

Schloss Rammenau

Die frühere Rittergutsanlage von Rammenau, zu der neben dem Schloss auch der Meierhof mit Wirtschaftsgebäuden gehört. Im Schloss befindet sich die Gedenkstätte für den wohl bekanntesten Sohn des Ortes: Johann Gottlieb Fichte.

Äußerlich barock zeigt das Schloss im Inneren sowohl barocke als auch klassizistische Einflüsse. Glanzstück ist der Spiegelsaal, ihm schließen sich nicht weniger prächtige Gemächer an: das Chinesische Zimmer, das Goldene Zimmer, der Blaue Salon, das Bulgarische Zimmer oder das sagenumwobene Teufelszimmer, welches mit seinen Erotenszenen und Satyrdarstellungen dem Dionysoskult huldigt.

Festung Königstein

Die Bergfestung in der Sächsischen Schweiz die von glorreichen und schweren Zeiten zeugt. Diese mächtige und prächtige Anlage hoch über der Sächsischen Schweiz.

Die 9,5 ha große Bergfestung, von einer 2,2 km langen Mauer umgeben, auf bis zu 40 m hohen Felswänden, bietet Ihnen ein einzigartiges Bild von der Romanik bis ins vorige Jahrhundert.

Bewundern Sie bautechnische Details und vergessen Sie nicht, einen Blick in den mit 152,5 m tiefsten Brunnen Sachsens zu werfen.

Dresdner Zwinger

Der Baumeister Matthäus Daniel Pöppelmann und der Bildhauer Balthasar Permoser haben für Sachsens Kurfürsten August den Starken ein weltberühmtes Kunstwerk barocker Architektur geschaffen, den Dresdner Zwinger. Ursprünglich als Orangerie erbaut wurde der Zwinger bald darauf Festplatz für die Hofgesellschaft und beherbergt heute Kunstsammlungen von Weltruhm. Betreten Sie die Anlage durch das Kronentor, das mit seiner charakteristischen Silhouette zu einem Wahrzeichen Dresdens geworden ist. Die Sammlung im Porzellanpavillion gehört zu den bedeutendsten und umfangreichsten der Welt.

Seinen baulichen Abschluss fand der vorher zur Elbe offene Zwinger mit dem Semperschen Galeriegebäude, das heute die weltberühmte Sammlung der”Alten Meister” mit Werken von Dürer, Holbein, Cranach, Raffael, Tizian und anderen beherbergt. Auch die Rüstkammer im zweiten Flügel der Sempergalerie ist sehenswert. Sie umfasst eine Sammlung kostbarer Harnische, Blank- und Feuerwaffen. Zu den bekanntesten der insgesamt 15.000 Exponate zählen das Kurschwert Friedrich des Streitbaren und das Krönungsornat August des Starken.

Schloss Moritzburg

Schloss Moritzburg, eines der bedeutendsten Barockbauwerke in Sachsen.

Natürlich in die Gegebenheiten einer reizvollen Teichlandschaft eingebettet, wird die Schlossanalge in ihrer Gesamtheit zu einem besonderen Erlebnis. Im Schloss Moritzburg können Sie unter anderem kostbare Barockmöbel aus Sachsen und Frankreich, Porzellane aus Meißen, Japan und China sowie Gemälde französischer, italienischer und deutscher Meister aus dem 18. Jahrhundert bewundern.