Die Parkeisenbahn
Mit 200 Hektar Fläche liegt mitten in der sächsischen Landeshauptstadt die älteste und größte Gartenanlage der Stadt. Auf einem fünf Kilometer langen Rundkurs führt Sie die Dresdner Parkeisenbahn durch die abwechslungsreich gestaltete Anlage: Subtropische und arktische Pflanzen können Sie im Botanischen Garten bewundern, und eine vielfältige, interessante Tierwelt im Dresdner Zoo erleben.
Die Dresdner Parkeisenbahn ist seit dem 1. Juni 1950 im Großen Garten zu „Hause”. Auf einer Spurbreite von 381 Millimetern verkehren zwei Dampflokomotiven aus den Jahren 1925 sowie eine E-Lok von 1962.
Internet: Dresdner Parkeisenbahn
Düster schlicht steht der große Kasten da. Es wäre der reine Hungerstil auf ein Fürstenschloss angewendet, wenn nicht hier und da unnachahmlich geschmackvoll sparsame Dekorationen aufleuchteten. Brunnen träumen in kleinen stillen Vorhöfen, und unsterblich hübsche Kinder halten Laternen über Rokokogittern. Gottfried Knöffler ist der Meister, um 1750 Dresdens erster Bildhauer, der uns die süße Melodie des Rokoko am reinsten sang. Nach ihm keiner mehr. Dieses Prinzenpalais ist der Schauplatz jener Tragödie, die erst wie ein Satyrspiel aussah; die aber eines jener Vorzeichen war, die vor dem Einsturz warnen: Im November 1902 verließ Louise, Kronprinzessin von Sachsen, aus wohl niemals genau zu klärenden Gründen Gatten und Kinder und gab ihr Land, das schon die künftige Königin in ihr sah, dem Gelächter der ganzen Welt preis. Der monarchische Staatsgedanke, selbst außermenschlich, vertrug keine Verwässerung durch Allzumenschliches. Stendhal sagt sehr richtig: “Wird mir doch jeder zugeben, dass es sich nicht passt, wenn der, der sich über alle erheben will, sich ebenso sehr Mensch zeigt wie alle anderen.” Geschrieben von Paul Wolff ca. 1923
So sah es Paul Wolf im Jahre 1923. Im 2. Weltkrieg wurde es total zerstört. Es standen nur noch die Rußgeschwärzten Aussenmauern. Doch wie sieht es heute aus, dass Das Palais am Taschenberg, ein wahres Schmuckstück.

Das Kronentor des Zwingers Dresden
Ein einzigartigen Meisterwerk höfischen Barocks. Eindrucksvoll ist schon der Eingang Ostra – Allee: das Kronentor. Auf der zwiebelförmigen Kuppel tragen vier goldene polnische Adler das Wappen der Königswürde. Nun betritt man einen weiträumigen Platz, von prachtvollen Bauten umstellt, die wie die Wände eines riesigen Festsaals wirken. Der unpoetische Name geht auf die frühere Festungs und Zwinger Anlage zurück, die hier stand. August der Starke wählte das Gelände für den Bau einer Orangerie aus. Mit dem Bau wurde Matthäus Daniel Pöppelmann beauftragt. 1710 entstanden die Galerien und Pavillons an der Wallseite. 1732 war das Palais Royal des Sciences vollendet. Bemerkenswert ist schon der Grundriss der Anlage: Einem quadratischen Hof sind zwei sich spiegelsymmetrisch wiederholende und bogenförmig schließende Erweiterungen angefügt. Die Vielfalt der architektonischen Formensprache zeigt sich in der 36-achsigen Langgalerie, in der Bogengalerie und vor allem im Wallpavillon, dem baukünstlerischen Höhepunkt des Ensembles. Die Figur auf dem Giebel stellt August den Starken als Herkules Saxonicus dar, der statt Atlas die Weltkugel trägt. Den überaus reichen Skulpturenschmuck schuf Balthasar Permoser, ein kongenialer Partner Pöppelmanns. Aus seiner Werkstatt stammen all die Putten und Satyrn, die Götter und Göttinnen, die “Vier Winde”, die den Ruhm des Königs in alle Welt tragen sollen. Und auch die anmutigen Frauengestalten in Nymphenbad, eine Idee, die

Das Nymphenbad im Zwinger
Pöppelmann von seiner Dienstreise nach Italien mitbrachte. Über eine Treppe – die schönste aller schöner Zwingertreppen – kommt man zur Balustrade, von der man einer herrlichen Blick über die ganze Anlage hat. Im Glockenspielpavillon dem Pendant zum Wallpavillon spielen 40 Glocken aus Meißner Porzellan.
In einer einzigen Bombennacht total zerstört, wurde der Zwinger bis 1964 wieder aufgebaut, aber die Renovierung nimmt kein Ende. Der saure Regen frisst immer wieder an den Sandsteinfiguren. In den Pavillons und Galerien werden viele Dresdner Kunstschätze aufbewahrt, eine einzigartige Porzellansammlung und eine der ältesten Sammlungen wissenschaftlich-technischer Instrumente im Mathematisch-Physikalischen Salon. In die bis dahin offene Nordostseite des Zwingers wurde zwischen 1847 und 1854 von Gottfried Semper in Formen der Hochrenaissance die Gemäldegalerie Alte Meister gebaut.
Quelle der Bilder: wikimedia.org
Gegenüber der Hofkirche, an der Augustusbrücke, steht das trotz Turm eher zurückhaltend wirkende Gebäude, von Paul Wallot, dem Architekten des Berliner Reichstags, im Stil der Neorenaissance gebaut 1901-1903.
Viele Touristen kommen nur ihretwegen nach Dresden. Der zweigeschossige, bogenförmige Arkadenbau mit der bronzenen Pantherquadriga über dem Portal steht am Theaterplatz, an gleicher Stelle wie schon die beiden Opernhäuser zuvor. Das erste, 1841 von Gottfried Semper als Hoftheater gebaut,
brannte 1869 ab, das zweite, vom selben Baumeister im Stil der italienischen Hochrenaissance entworfen und 1878 eingeweiht, wurde am 13. Februar 1945 total zerstört. Auf den Tag genau 40 Jahre später öffnete die dritte Semperoper ihre Pforten. Aufgeführt wurde die Oper, die zuletzt auf dem Spielplan gestanden hatte:
“Der Freischütz”.

Die Semperoper bei Tag
Bemerkenswert sind der bildhauerische Schmuck auf dem Dach des Bühnenhauses und die Skulpturen Goethes und Schillers neben dem Eingang und die von Shakespeare, Sophokles, Moliere und Euripides in den Seitennischen der Fassade. Das Bauwerk zählt weltweit zu den Spitzenleistungen europäischer Architektur. So gehört neben der festlich-kostbaren Ausstattung des Foyers und des Zuschauerraums mit seinen vier Rängen eine hervorragende Akustik zu den Besonderheiten dieses Hauses, in dem die Musik besser klingt als in der Mailänder Scala.
Die Vorstellungen sind oft Monate im Voraus ausverkauft; Restkarten sind aber manchmal selbst an der Abendkasse noch zu ergattern.
Bildquelle: wikimedia.org
Für die Gräfin Cosel, die Mätresse Augusts des Starken, erbaut zwischen 1707 und 1745 von Pöppelmann, war Dresdens erstes Barockpalais. Im Krieg schwer zerstört, ist es nun zumindest in seiner äußeren Hülle neu erstanden. Authentisch am Neubau, der jetzt das Grand Hotel Kempinski beherbergt, ist der Mittelrisalit mit zum Teil originalem Stuck, bei dem man auf den gelben Anstrich des übrigen Gebäudes verzichtet hat. Neben dem Palais steht der Cholerabrunnen, 1843 von Semper geschaffen.
Zur 800-Jahr-Feier Dresdens 2006 soll der 1986 begonnene Wiederaufbau des am 13. Februar 1945 zerstörten Residenzschlosses zumindest außen abgeschlossen sein. Kundige Steinmetzen haben die künstlerischen Details der Erker, Giebel und der typischen, “Schnecken” genannten Treppentürme restauriert. Die Prunkräume, deren Originalausstattung gerettet wurde, entstehen auch neu. Überragt wird das Schloss vom 101 m hohen Hausmannsturm. Von der Aussichtsplattform in 38 m Höhe hat man einen schönen Blick auf den Theaterplatz /April bis Okt. Di – So 10-18 Uhr.
Das Schloss der sächsischen Herrscher stammt in seinen wesentlichen Teilen aus dem 16. Jh. Doch nicht alles, was nach Renaissance aussieht, ist in jener Zeit gebaut worden. Manches wurde beim letzten Umbau 1902 stilgerecht nachempfunden. Original sind die Rundbogenarkaden im Langen Gang, der den Georgenbau mit dem Johanneum verbindet. Der Stallhof ist der älteste Turnierplatz Europas. Das Georgentor wurde 1969 erneuert. Im Johanneum befindet sich das Verkehrsmuseum. Neben seiner Schauseite, im verwitterten Grau leicht zu übersehen, ein Kleinod der Renaissance: die Schöne Pforte.
Vor dem Johanneum steht der Türkenbrunnen, entstanden nach dem Sieg Johann Georgs III. 1683 über die Türken. An der Fassade des Stallhofs, zur Augustusstraße hin: der Fürstenzug, 102 m lang, 1870 bis 1876 von Wilhelm Walter in Graffitotechnik gemalt und 1906 auf 25 000 Meißner Porzellanfliesen übertragen. Dargestellt sind die Herrscher des Hauses Wettin, das Dresden 1485 zu seiner Residenz machte. Ihre Namen und Beinamen sind am Bildrand abzulesen, nur der letzte König, der 1918 abdanken musste, fehlt. Hinter den Fürsten sind ein paar ausgewählte Künstler und Wissenschaftler zu sehen. Die Ausstellung zur Schlossgeschichte befindet sich im Georgenbau.
Es wurde 1904 bis 1910 erbaut. Der Turm ist mit 100 m der zweithöchste Dresdens, und so ist auch der Goldene Mann auf der Spitze nicht zu übersehen. Die Aussichtsplattform (mit Aufzug) in 86 m Höhe bietet einen Blick weit über Dresden hinaus.
Das älteste Denkmal Dresdens – es steht unterhalb der Brühlschen Terrasse, es erinnert an Kurfürst Moritz von Sachsen, der 1553 in der Schlacht von Sievershausen getötet wurde.
Sein Name leitet sich von den Landständen ab, deren erstes Verwaltungsgebäude es war. Heute ist es das einzige historische Haus in der Wilsdruffer Straße, 1770 bis 1776 im Stil des Frühklassizismus gebaut. Hier stellt das Stadtmuseum Dresden aus.