Papierfilter

Mit der Erfindung der Filtertüte revolutionierte Melitta Bentz, eine Dresdner Hausfrau, bereits 1908 die Kaffeezubereitung. Sie verbannte den unbekömmlichen Kaffeesatz mit Hilfe eines Papierfilters aus den Tassen. Aus diesem Patent entstand der heute bekannte Kaffeefilter.

Melitta Bentz
Melitta Bentz

Bierdeckel

Eine weitere tolle Erfindung die von einem Dresdner gemacht wurde und die jeder kennt ist der Bierdeckel. Es geschah im Jahre 1880, als erstmalig Untersetzer aus Pappe hergestellt wurden. Der Dresdner Robert Sputh ließ sich sein Verfahren zur Herstellung von sog. Faserguß-Untersetzern im Jahre 1893 patentieren. Er goss einen Papierbrei in Formen und ließ diese über Nacht trocknen. Diese Untersetzer hatten einen Durchmesser von 107 mm (dieses Maß hat sich übrigens bis zum heutigen Tage als Standardmaß erhalten) und waren 5 mm dick. Schnell setzten sich diese äußerst saugfähigen, hygienischen Pappscheiben gegenüber den alten Filz-Untersetzern durch.

die erste deutsche Dampflokomotive

Des weiteren sei noch Johann Andreas Schuber erwähnt.

1808 im Vogtland geboren, wurde der Wissenschaftler und Erfinder bereits früh Professor an der Tu Dresden. Früher Technischen Lehranstalt. 1836 gründete er die Maschinenfabrik Übigau und entwickelte dort das erste Elbe-Dampfschiff, die berühmte “Königin Maria” und 1836-1839 die “Saxonia”, die erste deutsche Dampflokomotive.

Bildquelle: Wikimedia.org

Ernemann-Kino

Heinrich Ernemann, 1850 in Gernrode/Eichsfeld geboren, lernte in Stuttgart Schlosser und arbeitete bei Krupp in Essen. Als Handelsreisender lernte er in Dresden seine zukünftige Frau Therese kennen. Deren Mutter besaß ein Kurzwarengeschäft in Dresden, welches Heinrich Ernemann übernahm. 1889 verkaufte er das Geschäft und begann mit der Fertigung von Kameras in einer Kameratischlerei. Es wurde die “Dresdner photographische Apparate-Fabrik Ernemann & Matthias” gegründet. Sein Mitbegründer schied 1891 aus. Heinrich Ernemann baute weitere Werkstätten und wechselte 1898 in den Fabrikneubau auf der Schandauer Straße. Zur Jahrhundertwende beschäftigte Ernemann 250 Mitarbeiter, 1923 waren es 3000. Er benötigte qualifizierte Leute und verlangte hohen Einsatz. Zugleich engagierte er sich auch für seine Belegschaft: es gab Gewinnbeteiligungen und Treueprämien. Die wirtschaftliche Lage in den 20er Jahren zwang Ernemann zur Fusion. 1926 entstand die Zeiss Ikon AG.1903 entwickelte Ernemann den Amateurfilmapparat “Ernemann-Kino”, mit dem man filmen, projizieren und vervielfältigen konnte. Durch dieses Gerät wurde der Begriff Kino geprägt, der heute für eine ganz Industrie steht.

Leibchen

Am 5. September 1895 meldete Christine Hart das erste Patent für ein “Leibchen” an, “das die Brust in Form hält” und dokumentierte somit die Erfindung des Büstenhalters.