Warum wird Dresden auch Elbflorenz genannt?

Elbflorenz (auch Florenz des Nordens bzw. Florenz an der Elbe) bürgerte sich ab Anfang des 19. Jahrhunderts als Bei-/Spitzname für die Stadt Dresden ein. Die Betitelung ist vom Ursprung her als Würdigung der Kunstsammlungen Dresdens und seiner Architektur gemeint, wird heute aber auch in Verbindung mit anderen Gemeinsamkeiten und Berührungpunkten zwischen sächsischer und toskanischer Hauptstadt verwendet.

 Näheres kann man im entsprechenden Artikel von Wikipedia lesen > Elbflorenz

Ein neues Giraffenhaus für Dresden

Das neue Giraffenhaus
Das neue Giraffenhaus

Am 29. August 2008 konnte nach 24 langen Jahren ohne Giraffen in Dresden endlich die neue Anlage für die Langhälse eröffnet werden. Zahlreiche prominente Gäste, wie die neue Dresdner Oberbürgermeisterin Helma Orosz, kamen zur feierlichen Eröffnung und überbrachten Glückwünsche. Die beiden Giraffenbullen Abidemi und Ulembo haben sich schon gut in Dresden eingelebt und werden sich demnächst ihre Außenanlage mit den Zebras teilen. Die Zoofreunde unterstützten die 3,3 Mio. Euro teure Anlage mit 400.000 Euro aus Spendengeldern.

Quelle: Zoofreunde-Dresden.de

Giraffen
Giraffen

Stadtgeschichte – ein Blick zurück

Jahrhunderdelang führte aus dem damaligen Altendresden unbefestigte Fuhrwege ins umliegende sorbische Land in Richtung Königsbrück, Langebrück und Budyssin. Im 12. Jahrhundert begannen deutsche Kollonisten mit den Rodungen des Heidewaldes, der einst bis an die Stadtgrenze reichte. Um 1650 reichte die Heide noch bis an den Bischofsweg, Schon damals waren die Straßen, die aus der Festung Altendresden führten, bekannt als Radebergische und Stolpener Straße. Die Königsbrücker hieß zu diesem Zeitpunkt “Straße auff die Langebrücke”. Hier befand sich auf etwa auf Höhe der heutigen Katharinen Straße eine der Dresdner Richtstädten. Seit 1563 stand ein “steinerner und in seiner Art sehr kostbarer und anständiger” Galgen vor dem schwarzen Tor. 1732 verlagerte man das Gericht von der Königsbrücker in Richtung Heide. Die neue Richtstätte wurde mit großem Umzug eingeweiht, an dem etwa 1800 Handwerker, Musikanten, Ratswächter und Vertreter der Behörden teilnahmen.

Noch etwas interessanten erzählt man sich über die Straße: Ein Marschall Gouvion Str. Cyr ließ vor der Übergabe der Stadt an die Alliierten nach dem Krieg gegen Napoleon um 1812 die gesamte Kriegskasse und die erbeuteten Schätze aufteilen und an vier Orten in Dresden vergraben. Eine der Goldkisten landete so in einem Garten an der Bautzner Straße, eine hinter dem Waldschlösschen, eine dritte in Cotta und eine vierte auf der Königsbrücker Straße. Ob diese Kiste je gefunden wurde, ist nicht überliefert.

Der Asteroid “Dresden”

Dresden ist nicht von dieser Welt. Es liegt in den unwirtlichen Weiten des Weltalls, irgendwo zwischen Mars und Jupiter. Es ist ein eiskalter, häßlicher und dreckiger Ort, der mit etwa 35 000 Stundenkilometern durch das Universum rast. Wirklich kein Ort zum Leben. Auch wenn diese Ortsbeschreibung für Touristen nicht besonders einladend wirkt, ist es dennoch ein Grund, ein wenig stolz zu sein. Denn unsere Stadt Dresden hat einen eigenen Planeten! Die zuständige Kommission der Internationalen Astrologischen Union benannte den ,,Asteroiden 3053″ nach unserer Stadt. Der Kleinplanet 3053 wurde am 18. August 1977 vom ukrainischen Astronomen N. Sergej Chernyki im Observatorium Nauchni (Krim) entdeckt. Dresden ist etwa 2,4 Astronomische Einheiten von der Sonne entfernt, das sind etwa 360 Millionen Kilometer. Das Jahr in Dresden (Umlaufzeit um die Sonne) ist etwa 1300 Erdentage lang. Die Entfernung zum Dresden auf der Erde schwankt demnach zwischen 210 und 510 Millionen Kilometern. Mit bloßem Auge ist Dresden leider nicht zu sehen, auch mit einem Amateurfernrohr ist nicht viel zu machen. Man benötigt eine etwa 300 Millimeter offene Linse, wie man sie in Sternwarten findet. Dresden kreist wie etwa 21 000 Planetoiden zwischen Mars und Jupiter in einer leicht elliptischen Bahn um die Sonne. Einige von ihnen haben einen Durchmesser bis zu 1000 Kilometern. Dresden gehört zu den Kleineren (etwa zehn Kilometer).

Dresdner Spezialitäten – Lassen Sie sich diese Köstlichkeiten aus Dresden gut schmecken!

Wenn Sie eimal in Dresden sind, dann lassen Sie sich diese Köstlichkeiten gut schmecken!

Apfelrotkraut – Rotkraut, das durch Äpfel und Nelken eine herbsüße Note erhält. Es wird zu Braten und Karpfen gereicht.

Dresdner Christstollen – Ein Hefeteiglaib, der mit viel Rosinen, Orangeat und Mandeln angereichert wird. Die genauen Rezepturen sind gut gehütete Geheimnisse der Dresdner Bäcker.

Dresdner Eierschecke – Buttergelber Kuchenklassiker, bei dem eine Quarkmasse und ein zartluftiger Guss mit viel Eischnee auf einen Teigboden geschichtet werden. Dazu gibt’s das unverzichtbare Schälchen Heeßen.

Dresdner Sauerbraten – Rindfleisch, das in Buttermilch, Wacholder, Lorbeer und Nelken mariniert, mit Honig angebraten und in der Marinade gegart wird; vorzüglich mit Klößen und Rotkohl.

Fettbemme – Griebenschmalz mit Apfel und Majoran auf frischem Schwarzbrot.

Glitscher- Kartoffelpuffer aus rohen, geriebenen Kartoffeln, Mehl und Ei. Entweder kommen vor dem Braten Kümmel und Zwiebeln dazu oder danach Zucker und Apfelmus. Es gibt sie immer öfter zu Braten und Rosenkohl oder Schwarzwurzeln.

Krautwickel – Weißkohlblätter mit einer Füllung aus Hackfleisch, Herz und Rauchfleischwürfeln. Zu den geschmorten Rouladen gibt’s Petersilienkartoffeln.

Quarkkeulchen – Ein zu einer Rolle geformter Teig aus gekochten Kartoffeln, Quark, Mehl und Rosinen wird in Scheiben geschnitten und gebraten. Mit Zucker und Zimt zum Nachtisch.

Wickelklöße – Nudelteig wird dünn gewalzt, mit in Butter angerösteten Semmelbröseln, manchmal zusätzlich mit Schinkenspeckwürfeln und Petersilie bestreut und eingerollt. Fingerlange Stücke werden zu Teigtaschen geformt und gegart. Vorzüglich zu Wild.

Irrtümer zur Stadt Dresden

• „So schön hätten wir uns die Brauerei nicht vorgestellt“ Immer wieder geraten Touristen angesichts der Semperoper ins Schwärmen. Die glanzvolle TV-Bier-Werbung hatte sie aufs völlig fälsche Gleis gelockt

• Hier geht es zur Tierhaltung sagt mancher Ausländer dem Zwinger.
Der hat aber nichts mit einem Hundezwinger zu tun. Der Begriff geht vielmehr auf ein Mauerdetail dieses Festungsbaus zurück. Später allerdings gab es im Zwinger durchaus Tierhatzen.

• Nein, Bären brummten nie im Bärenzwinger. Der Name stammt von Beer, dem dortigen Steindamm, der Verteidigungszwecken diente. Der Dresdner machte „Bärenzwinger” draus.
• „Wo, bitte, geht es zur Blauen Grotte“ Dies ist eine Wortschöpfung aus Blauem Wunder und Grünem Gewölbe. Natürlich ist Letzteres gemeint. Übrigens: Diesen grünen Raum gab’s wirklich. Seine Farbe sollte verhindern, dass Geheimpapiere vergilben.
• Am Fürstenzug zertritt Augusts Pferd eine Rose. Die steht für die gebrochenen Herzen all seiner Geliebten, meinen selbst Dresdner zu wissen. Irrtum: Die Blüte symbolisiert die Lutherrose, August war zum Katholizismus konvertiert, um König von Polen werden zu können.
• Auch Friedrich der Gebissene reitet mit im Fürstenzug. Kein Saufkumpel schlug ihm die Zähne ins Fleisch. Es war die eigene Mutter. Auf der Flucht vor ihrem untreuen Gatten Albrecht II., der gegen sie Mordpläne hegte, musste sie ihren Sohn Friedrich zurücklassen. Um aber der Welt zu zeigen, dass Friedrich der erstberechtigte Nachfolger ist, zeichnete sie ihn mit einem Biss in die Wange.
• „Ein prächtiger Dom!”, loben viele die Hofkirche und zeigen zum Beweis auf die Zeichen „D.O.M.”. „Die bedeuten jedoch , Deus Optimus Maximus , also , Gott der Allmächtige, Viele staunen zudem, dass die Kathedrale nicht ausgeostet ist Alle Kirchen beziehungsweise Religionen beten nach Osten, dieser Altar zeigt nach Südwest
• Nein, am Theaterplatz thront nicht August der Starke auf hohem Ross. Es ist Sachsenkönig Johann.
• Über die Rampe im Stallhof trappelten Pferde hoch zu ihren Stallungen? Niemals! Ein Stall voller Mist im ersten Stock, wie unpraktisch. Über die Schräge wurden Waffen und Rüstungen für die Turniere gekarrt.”
• Ja, die verstoßene Cosel, Sie hat August eben zu sehr ins Handwerk gepfuscht, meint auch mancher Dresdner. Mag sein, aber in Wahrheit war sie ihm mit ihren fast 40 Jahren zu alt. Übrigens wohnte sie auch nie im Coselpalais, sondern ihr Sohn. Sie residierte im Taschenbergpalais.
• Immer wieder fragen Touristen und Dresdner nach dem Ursprung des Namens „Sarrasani”. Den hat’s so eigentlich nie gegeben. Gründer Georg Stosch hatte einst seine Trude geheiratet, aber nebenher noch eine Geliebte namens Sarah, die blind war – Sarah sah nie.

Ich habe eine Frage: Wann fährt der nächste Fürstenzug ab?

Hilfe für den Großen Garten

Er ist die “grüne Lunge” Dresdens. Gehört zur Stadt wie Zwinger, Semperoper oder Frauenkirche, der Große Garten. Hier erholen sich Spaziergänger und Sonnenanbeter, Fitnessfans und Liebespaare. Aber kaum einer von ihnen ahnt, dass sich auf dem 150 Hektar großen Areal seit Jahren eine Tragödie anbahnt: Jedes der 18 000 Gehölze ist kank oder überaltert. Viele der Bäume sterben! Von weitem scheinen die grünen Riesen vor Gesundheit nur so zu strotzen. Wer aber genauer hinschaut, entdeckt vielerorts den schleichenden Tod. Es gibt im Großen Garten keinen völlig ungeschädigten Baum. Schon für die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre befürchtet ein Experte Abgänge von bedeutungsvollem Ausmaß.
Nicht mehr zu retten sind zum Beispiel die Hälfte der über 6 000 stattlichen Altbäume, die über 150 oder sogar 300 Jahre alt sind. Die stehen allenfalls noch zwei, drei Jahrzehnte. So sprießen bei manchem Giganten frische Triebe aus der Wurzel. Ein hübscher Anblick. Der Baum merkt, dass er oben nicht mehr lange macht und will sich somit unten verjüngen. Auch manche stattliche Wurzeln, seltsam verschlungen und für Kinder leider oft willkommene Kletterparie, lassen den Fachmann die Stirn runzeln, denn das sind Würgewurzeln. Sind Teile der Wurzeln, zum Beispiel durch Trampelpfade, abgestorben, wachsen die Verbliebenen mitunter übereinander und würgen sich so selber ab.

Manche der Riesen, wie der noch blühende Trompetenbaum von 1876, ziehen für ihre handgroßen Blätter letzte Kraft aus einem schon fast völlig hohlen Stamm. Aber nicht mal Fachleute können rechtzeitig erkennen, ob ein Baum derart geschädigt ist. Über Nacht umgestürzte Exemplare, wie die einst mächtige, rund 320 Jahre alte Stieleiche an der Südallee, der einzigen Altbaumallee im Park, überraschen selbst die Gärtnermeister. Die Ursachen für das Baumsterben sind vielfältig: zum Beispiel Pilze, die durch die Rinde eindringen und die Wasseradern zusetzen. Oder Schadinsekten wie die Miniermotte, welche die Kastanien schwächt. Fast alle Ulmen sind von einem Virus befallen, der durch ein Insekt übertragen wird. Autoabgase schaden den Gehölzen sicher ebenfalls langfristig.

Es gelten strenge Regeln für eine Neubepflanzung, wie z.B. gleiche Art am gleichen Standort. Aber derart viele Neupflanzungen sind finaziell nicht machbar. Denn allein eine Eiche von mindestens 25 cm Stammumfang kostet rund 1400 €, dazu kommen noch die Erschließungskosten z.B. Erdwechsel etc. zusammen sind dann etwa 3000€ fällig.

Liebe Freunde der Stadt Dresden, retettet unsere “Grüne Lunge”, für Generationen war der Große Garten eine Oase der Ruhe und Entspannung, aber auch ein Ort fröhlicher Feste und heimlicher Treffen. Doch seine Tage sind gezählt, wenn nicht schnellstens neue, gesunde Bäume nachwachsen. Darum hoffe ich auf Ihre Unterstützung. Helfen Sie mit, dass der Große Garten auch künftig ein vielbesuchtes Ort unserer Stadt bleibt, das uns und unsere Gäste mit prächtigen Bäumen, gepflegten Wiesen und schönen Blumenrabatten erfreut. Beteiligen auch Sie sich mit einer Spende zum Erhalt des Großen Gartens.

Dresdens Goldener Reiter musste zur Kur

Das berühmte Dresdner Reiterstandbild Friedrich August I. (1670-1733), genannt August der Starke, wurde vom Sockel geholt. Nach einem Bürgerhinweis hatten Fachleute im Frühjahr festgestellt, dass das eiserne Stützgerüst im Innern verrostet ist. In acht Teile zerlegt wurde der metallene Kurfürst von Sachsen und König von Polen in die Werkstatt der Firma Fuchs + Girke nach Ottendorf-Okrilla gebracht. Metallrestauratoren fertigen bis Ende Januar eine Zustandsanalyse des 1736 enthüllten und zuletzt 1965 restaurierten Denkmals an. In einem Modellversuch wollen die Experten eine neue Feuervergoldung auf den Kupferkörper aufbringen. 132 400 Euro sind für die Sanierung des Sockels und die Aufarbeitung der Metallteile veranschlagt. Im Sommer 2002 soll August wieder stark am Neustädter Markt strahlen.

Gar nicht mehr majestätisch ruht derzeit der “Goldene Reiter” August der Starke auf alten Matratzen und muss sich an seiner goldenen Nase zupfen lassen. Bei der Bau- und Denkmalpflege GmbH Fuchs + Gierke wird im Auftrag der Stadt ein Restaurierungskonzept erarbeitet. Die größten Schäden erlitten die Hinterbeine des Rosses. Kondenswasser hat dort die Bleifüllung zersetzt. Zwei Schwerpunkte bestimmen das Sanierungskonzept: Die Sicherung der Standfestigkeit und die Sanierung der teilweise stark korrodierten Kupferhaut. Über einem traditionellen Schutzanstrich sollen zwei Lagen Blattgold wieder für strahlenden Glanz sorgen.

Quelle Amtsblatt Dresden

Doch jetzt steht er wieder majestätisch auf seinem Sockel.