Jahrhunderdelang führte aus dem damaligen Altendresden unbefestigte Fuhrwege ins umliegende sorbische Land in Richtung Königsbrück, Langebrück und Budyssin. Im 12. Jahrhundert begannen deutsche Kollonisten mit den Rodungen des Heidewaldes, der einst bis an die Stadtgrenze reichte. Um 1650 reichte die Heide noch bis an den Bischofsweg, Schon damals waren die Straßen, die aus der Festung Altendresden führten, bekannt als Radebergische und Stolpener Straße. Die Königsbrücker hieß zu diesem Zeitpunkt “Straße auff die Langebrücke”. Hier befand sich auf etwa auf Höhe der heutigen Katharinen Straße eine der Dresdner Richtstädten. Seit 1563 stand ein “steinerner und in seiner Art sehr kostbarer und anständiger” Galgen vor dem schwarzen Tor. 1732 verlagerte man das Gericht von der Königsbrücker in Richtung Heide. Die neue Richtstätte wurde mit großem Umzug eingeweiht, an dem etwa 1800 Handwerker, Musikanten, Ratswächter und Vertreter der Behörden teilnahmen.

Noch etwas interessanten erzählt man sich über die Straße: Ein Marschall Gouvion Str. Cyr ließ vor der Übergabe der Stadt an die Alliierten nach dem Krieg gegen Napoleon um 1812 die gesamte Kriegskasse und die erbeuteten Schätze aufteilen und an vier Orten in Dresden vergraben. Eine der Goldkisten landete so in einem Garten an der Bautzner Straße, eine hinter dem Waldschlösschen, eine dritte in Cotta und eine vierte auf der Königsbrücker Straße. Ob diese Kiste je gefunden wurde, ist nicht überliefert.