Er ist die “grüne Lunge” Dresdens. Gehört zur Stadt wie Zwinger, Semperoper oder Frauenkirche, der Große Garten. Hier erholen sich Spaziergänger und Sonnenanbeter, Fitnessfans und Liebespaare. Aber kaum einer von ihnen ahnt, dass sich auf dem 150 Hektar großen Areal seit Jahren eine Tragödie anbahnt: Jedes der 18 000 Gehölze ist kank oder überaltert. Viele der Bäume sterben! Von weitem scheinen die grünen Riesen vor Gesundheit nur so zu strotzen. Wer aber genauer hinschaut, entdeckt vielerorts den schleichenden Tod. Es gibt im Großen Garten keinen völlig ungeschädigten Baum. Schon für die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre befürchtet ein Experte Abgänge von bedeutungsvollem Ausmaß.
Nicht mehr zu retten sind zum Beispiel die Hälfte der über 6 000 stattlichen Altbäume, die über 150 oder sogar 300 Jahre alt sind. Die stehen allenfalls noch zwei, drei Jahrzehnte. So sprießen bei manchem Giganten frische Triebe aus der Wurzel. Ein hübscher Anblick. Der Baum merkt, dass er oben nicht mehr lange macht und will sich somit unten verjüngen. Auch manche stattliche Wurzeln, seltsam verschlungen und für Kinder leider oft willkommene Kletterparie, lassen den Fachmann die Stirn runzeln, denn das sind Würgewurzeln. Sind Teile der Wurzeln, zum Beispiel durch Trampelpfade, abgestorben, wachsen die Verbliebenen mitunter übereinander und würgen sich so selber ab.

Manche der Riesen, wie der noch blühende Trompetenbaum von 1876, ziehen für ihre handgroßen Blätter letzte Kraft aus einem schon fast völlig hohlen Stamm. Aber nicht mal Fachleute können rechtzeitig erkennen, ob ein Baum derart geschädigt ist. Über Nacht umgestürzte Exemplare, wie die einst mächtige, rund 320 Jahre alte Stieleiche an der Südallee, der einzigen Altbaumallee im Park, überraschen selbst die Gärtnermeister. Die Ursachen für das Baumsterben sind vielfältig: zum Beispiel Pilze, die durch die Rinde eindringen und die Wasseradern zusetzen. Oder Schadinsekten wie die Miniermotte, welche die Kastanien schwächt. Fast alle Ulmen sind von einem Virus befallen, der durch ein Insekt übertragen wird. Autoabgase schaden den Gehölzen sicher ebenfalls langfristig.

Es gelten strenge Regeln für eine Neubepflanzung, wie z.B. gleiche Art am gleichen Standort. Aber derart viele Neupflanzungen sind finaziell nicht machbar. Denn allein eine Eiche von mindestens 25 cm Stammumfang kostet rund 1400 €, dazu kommen noch die Erschließungskosten z.B. Erdwechsel etc. zusammen sind dann etwa 3000€ fällig.

Liebe Freunde der Stadt Dresden, retettet unsere “Grüne Lunge”, für Generationen war der Große Garten eine Oase der Ruhe und Entspannung, aber auch ein Ort fröhlicher Feste und heimlicher Treffen. Doch seine Tage sind gezählt, wenn nicht schnellstens neue, gesunde Bäume nachwachsen. Darum hoffe ich auf Ihre Unterstützung. Helfen Sie mit, dass der Große Garten auch künftig ein vielbesuchtes Ort unserer Stadt bleibt, das uns und unsere Gäste mit prächtigen Bäumen, gepflegten Wiesen und schönen Blumenrabatten erfreut. Beteiligen auch Sie sich mit einer Spende zum Erhalt des Großen Gartens.