Dresden ist nicht von dieser Welt. Es liegt in den unwirtlichen Weiten des Weltalls, irgendwo zwischen Mars und Jupiter. Es ist ein eiskalter, häßlicher und dreckiger Ort, der mit etwa 35 000 Stundenkilometern durch das Universum rast. Wirklich kein Ort zum Leben. Auch wenn diese Ortsbeschreibung für Touristen nicht besonders einladend wirkt, ist es dennoch ein Grund, ein wenig stolz zu sein. Denn unsere Stadt Dresden hat einen eigenen Planeten! Die zuständige Kommission der Internationalen Astrologischen Union benannte den ,,Asteroiden 3053″ nach unserer Stadt. Der Kleinplanet 3053 wurde am 18. August 1977 vom ukrainischen Astronomen N. Sergej Chernyki im Observatorium Nauchni (Krim) entdeckt. Dresden ist etwa 2,4 Astronomische Einheiten von der Sonne entfernt, das sind etwa 360 Millionen Kilometer. Das Jahr in Dresden (Umlaufzeit um die Sonne) ist etwa 1300 Erdentage lang. Die Entfernung zum Dresden auf der Erde schwankt demnach zwischen 210 und 510 Millionen Kilometern. Mit bloßem Auge ist Dresden leider nicht zu sehen, auch mit einem Amateurfernrohr ist nicht viel zu machen. Man benötigt eine etwa 300 Millimeter offene Linse, wie man sie in Sternwarten findet. Dresden kreist wie etwa 21 000 Planetoiden zwischen Mars und Jupiter in einer leicht elliptischen Bahn um die Sonne. Einige von ihnen haben einen Durchmesser bis zu 1000 Kilometern. Dresden gehört zu den Kleineren (etwa zehn Kilometer).