Der Dresdnerwolf

Neues und Altes aus Dresden – Elbflorenz

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Archiv: Februar 2010

Neugestaltung des Umfelds der Kreuzkirche, 1. Bauabschnitt



Das Straßen- und Tiefbauamt saniert ab Montag, 1. März, die Platzbefestigung im Umfeld der Kreuzkirche. Dabei ersetzen südlich und westlich (Haupteingang) des Bauwerkes Granitplatten die alte Asphaltdecke. Außerdem verlegt die Stadt im Traufbereich, also am unmittelbaren Rand des Gebäudes, neue Sandsteinplatten.Hintergrund der Arbeiten ist zum einen der schlechte Zustand des Asphaltes. Südlich der Kirche (An der Kreuzkirche 6) liegen zudem die bereits vorhandenen Platten höher als die bisherige Straßendecke. Nun entsteht hier eine Fläche mit gleicher Höhe. Im Zuge dessen erhält auch der Bodenbereich um die vier Ahornbäume eine neue Gestaltung. Neue Bänke, Fahrradbügel und Papierkörbe ergänzen die Maßnahmen. Die Sanierungsarbeiten erstrecken sich bis zum Haus Altmarkt 6, hier müssen die vorhandenen Granitplatten ebenfalls angehoben werden.Die Arbeiten dauern bis circa Ende Juni 2010. Auftragnehmer ist die Arbeitsgemeinschaft EUROVIA GmbH/ Wolfgang Hausdorf Steinsetz- u. Straßenbaubetrieb. Die Baukosten betragen rund 740 000 Euro. Während der Arbeiten wird der Anlieger- und Lieferverkehr aufrechterhalten, Einschränkungen in der Verkehrsführung werden in den jeweiligen Bauphasen ausgeschildert.Parallel dazu werden nach der Winterunterbrechung die Arbeiten in der Kramergasse von Anfang März bis circa Ende Mai weitergeführt.

Stadt bittet 12 000 Dresdner um Auskunft – Mietspiegelerhebung 2010 in vollem Gange



Noch bis zum 12. März werden Mieterinnen und Mieter in Dresden zu ihrer Wohnsituation von beauftragten Interviewern befragt. Die Antworten sind Grundlage für den neuen Mietspiegel, der Ende dieses Jahres erscheinen soll. Insgesamt 12 000 Haushalte wurden per Zufallsprinzip für die Befragung ausgewählt und mit einem Schreiben der Oberbürgermeisterin Helma Orosz darüber informiert. Möglichst viele der Angeschriebenen sollten sich Zeit für das Interview nehmen. Damit ausreichend Daten für die Erstellung des Dresdner Mietspiegels 2010 zur Verfügung stehen, ist diese Mitarbeit außerordentlich wichtig. Der Stadtverwaltung, die Vertreter der Mieter und der Vermieter unterstreichen dieses Anliegen.Der Dresdner Mietspiegel ist seit vielen Jahren ein zuverlässiges Instrument zur Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete und für die Wohnungspolitik in unserer Stadt. Insbesondere in Großstädten ist er ein geeignetes Mittel, Mieterhöhungsverlangen zu beurteilen. Er macht die Mietpreise am Wohnungsmarkt transparent und vermittelt Rechtssicherheit.Die Grundlagen für die Erarbeitung eines Mietspiegels regelt das Bürgerliche Gesetzbuch. Danach sollen Gemeinden einen Mietspiegel erstellen, wenn dafür ein Bedürfnis besteht und dies mit einem vertretbaren Aufwand möglich ist. Der qualifizierte Mietspiegel ist im Abstand von zwei Jahren der Marktentwicklung anzupassen und nach vier Jahren neu zu erstellen. Im Jahr 1996 fasste der Stadtrat den Beschluss, für die Dresdner Bürgerinnen und Bürger einen Mietspiegel zu entwickeln. Seitdem wird er regelmäßig fortgeschrieben.Sollten bei Bürgern, die ein Anschreiben der Stadt erhalten haben, Hinderungsgründe vorliegen, bittet die Stadt um einen Anruf unter Telefon (03 51) 2 85 69 80 oder (03 51) 2 85 69 81. Alle Angaben werden vertraulich und gemäß den datenschutzrechtlichen Bestimmungen behandelt.

Ausstellung über Kunstaktionen in Dresden und Salzburg

„Biografischer Ausnahmezustand“ ist der Titel einer Ausstellung, die am Dienstag, 2. März, 19 Uhr, im Kunstfoyer des Kulturrathauses, Königstraße 15, eröffnet wird. Gezeigt werden Dokumente, Partikel und Weitergedachtes zu Aktionen im öffentlichen Raum von Dresden und Salzburg.Unter dem Titel „Biografischer Ausnahmezustand“ fanden im September 2009 in den Partnerstädten Dresden und Salzburg künstlerische Aktionen statt, ausgeführt von je fünf Künstlerinnen und Künstler beider Städte.Jenen biografischen Ausnahmezustand, der die Suche nach dem roten Faden im Kontext des Heimatbegriffes auslöst, galt es hervorzurufen und zu koppeln an Örtlichkeiten in Dresden und Salzburg. Lesungen nach dem Motto „Wir treffen uns im Park“ wechselten mit geplanten und angekündigten Performances und Installationen im barocken Stadtraum.Zu den künstlerischen Arbeiten gehörten die „Übermalung“ am Haus am Zwinger und am Salzburgmuseum mit Lichtgrafik von Claudia Reh, die Lesebarrikade mit Künstlern an zentralen Orten in Dresden und Salzburg, Videoarbeiten zum Thema „Frauen in der Fremde“ von Sina Moser und Joyce Rohrmoser sowie Steinflötenperformances an den Brunnen von Salzburg und Dresden von Matthias Jackisch.Die Arbeiten wurden per Video und Foto dokumentiert und in Bildern und Objekten weiterentwickelt. Im Dezember erfolgte die erste Ausstellung dazu im Museumspavillon der Stadt Salzburg, nun werden die Ergebnisse der künstlerischen Auseinandersetzungen mit dem öffentlichen Raum im Kulturrathaus Dresden gezeigt. Zur Eröffnung wird eine Vorführung mit Agnes Ponicil, Sarah Leimcke, Claudia Reh und Matthias Jackisch gezeigt. Der Eintritt ist frei, Gäste sind herzlich willkommen.Die Ausstellung ist bis 8. April zu sehen zu folgenden Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 8 bis 17 Uhr, Freitag von 8 bis 15 Uhr.

Mehr Bürgerbeteiligung zur Inneren Neustadt: Podiumsveranstaltung im April

Die jüngst aufgeworfenen Fragen zu den bisherigen und künftigen Zielen der städtebaulichen Entwicklung des rechtselbischen Teils der Dresdner Innenstadt nimmt das Stadtplanungsamt zum Anlass, den öffentlichen Dialog mit der Dresdner Bürgerschaft wiederaufzunehmen.In Zusammenarbeit mit dem Dresdner Entwicklungsforum e. V. bereitet das Stadtplanungsamt für April 2010 eine Podiumsveranstaltung im Kulturrathaus mit renommierten Fachleuten und örtlichen Akteuren vor. Ausgehend von einer Beschreibung des Erreichten, den Potentialen und Defiziten sowie den Erwartungen der örtlichen Akteure sollen die Ziele des Städtebaulichen Denkmalschutzes und das Leistbare der Stadtreparatur umfassend erörtert werden. Der genaue Termin und weitere Details werden rechtzeitig bekanntgegeben.In den vergangenen Jahren wurden auf Grundlage eines Rahmenplanes und dem Förderprogramm Städtebaulicher Denkmalschutz die bauliche Substanz der Inneren Neustadt bereits erfolgreich gesichert, der öffentliche Raum aufgewertet und so die Voraussetzungen für die behutsame wie erfolgreiche Revitalisierung des Terrains zwischen Hauptstraße und dem Barockensemble der Königstraße geschaffen. Künftige Aufgaben sind im Planungsleitbild Innenstadt fixiert: Bessere Anbindung an die Altstadt, Wiederherstellung des erhaltenen Stadtgrundrisses, wo dieser negiert wurde, was wesentliche Beziehungen zwischen den einzelnen Teilen der Inneren Neustadt stört sowie funktionale und wirtschaftliche Synergien wesentlich behindert. Ziel ist die weitere Revitalisierung und verbesserte Wahrnehmbarkeit des für die Dresdner und den Gästen bedeutsamen und attraktiven Teil der Stadt.

Rathaus-Ausstellung "Kauf mich?!" zeigt Frauen und Männer in der Werbung

Unter dem Titel „Kauf mich?! Frauen und Männer in der Werbung“ lädt vom 9. bis 26. März 2010 eine Ausstellung der Gleichstellungsbeauftragten für Frau und Mann, Kristina Winkler, und der Qualifizierungs- und Arbeitsförderungsgesellschaft Dresden mbH (QAD) in den Lichthof ein. Eröffnet wird sie am 8. März, 17 Uhr vom Bürgermeister für Ordnung und Sicherheit Detlef Sittel. Anschließend stellt Dr. Alexandra-Kathrin Stanislaw-Kemenah in einem kurzen Einführungsvortrag das Anliegen der Ausstellung vor. Eine Führung rundet die Eröffnung ab.Mediale Angebote und mit ihnen die Werbung sind nicht nur ein Spiegel der Gesellschaft, sondern gestalten Lebensgefühl und Mentalität aktiv mit. Um ihre Wirkung – letztlich die (Kauf-)Handlung – umsetzen zu können, führt Werbung beispielsweise vor, was eine Gesellschaft für typisch weiblich und typisch männlich hält und welche Rollen den Geschlechtern zugewiesen werden.Auf 25 Tafeln präsentiert die Ausstellung 54 Werbeanzeigen der Dresdner Tagespresse, der Außenwerbung und von Postwurfsendungen, vornehmlich der Jahre 2006 bis 2008, und lässt sich von der Frage leiten, welche Bilder über die Geschlechter präsentiert werden. Dabei stehen Inszenierungsstrategien der Werbung in Bezug auf Frauen und Männer im Mittelpunkt: So handelt es sich um die jeweilige Körperlichkeit bzw. Körpersprache, Blick-(Konstruktionen), Interaktionen zwischen den Geschlechtern und/oder Rezipierenden, Herstellung von Geschlechterdifferenzen, hierarchische Positionierungen im Raum, Einsatz von Stereotypen (in Bezug auf Geschlechter, beworbenes Produkt und Geschlecht, Umwelt, Sprache usw.), Beziehungen Text/Bild.Zur Ausstellung erscheint ein gleichnamiger Katalog, der bis zum 26. März kostenlos im Lichthof ausliegt. Danach ist er, ebenfalls kostenlos, bei der Gleichstellungsbeauftragten im Rathaus Dr.-Külz-Ring 19, 2. Etage, Zimmer 126, Telefon 4 88 22 67, E-Mail: gleichstellungsbeauftragte@dresden.de erhältlich.Geöffnet ist der Lichthof montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.Der Internationale Frauentag ist auch Anlass für folgende Aktionen: Zwischen 10 und 18 Uhr laden Frauen aus Fraueneinrichtungen die Dresdnerinnen unter dem provokanten Titel „Frauen – Macht – Nichts“ zu Gesprächen in ein großes Zelt auf dem Altmarkt ein. Dieses Projekt wird von der Gleichstellungsbeauftragten der Landesdirektion Dresden unterstützt und vom „sowieso“ Frauen für Frauen e. V., dem Frauenbildungszentrum „Hilfe zur Selbsthilfe“, dem Kreativen Werkstatt Dresden e. V., dem Frauenschutzhaus Dresden e. V. und dem Frauen- und Mädchengesundheitszentrum MEDEA e. V. trägerübergreifend ausgeführt. Der Eintritt ist frei. Im UFA-Kristallpalast werden ausgewählte Filme zum Tag gezeigt, die von vielfältigen Angeboten und Überraschungen für Dresdner Frauen vor Ort begleitet werden. Unter anderem stellen sich zwischen 13 und 20 Uhr Dresdner Fraueneinrichtungen vor.

Massum Faryar ist neuer Stadtschreiber

Der 15. Dresdner Stadtschreiber heißt Massum Faryar. Eine unabhängige Jury wählte im Januar aus 78 Bewerbungen den Nachfolger von Dorothea Dieckmann aus. Massum Faryar wird sich im Juni in einer Auftaktlesung dem Dresdner Publikum vorstellen und hier bis zum November seinen Lebensmittelpunkt haben. Er wurde 1957 in Herat, der drittgrößten Stadt Afghanistans, geboren. Der heute in Berlin lebende freischaffende Autor und Übersetzer kam bereits Anfang der achtziger Jahre nach Deutschland, wo er an der Ludwig Maximilian Universität München ein Germanistikstudium aufnahm und erfolgreich abschloss. 2005 promovierte Faryar an der Freien Universität Berlin im Fach Literaturwissenschaft. Neben zahlreichen Essays und Gedichten übersetzte Faryar auch ausgewählte Märchen der Gebrüder Grimm in die persische Sprache.Mit einem Auszug aus „Buzkashi“, einem bisher unveröffentlichten Roman über die Geschichte und Gegenwart Afghanistans, überzeugte der 53-Jährige mit seiner künstlerischen Idee und einer starken, bildreichen Sprache die Jury. Seine Heimatverbundenheit, die einen stets kritischen Blick beinhaltet, spiegelt sich nicht nur in seiner literarischen Arbeit wider, sondern ist auch Motivation für sein Engagement in diversen Projekten, die sich dem Wiederaufbau Afghanistans widmen.Das Stadtschreiberstipendium der Dresdner Stiftung Kunst & Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden wird jährlich in Kooperation mit der Landeshauptstadt Dresden ausgelobt. Es bietet deutschsprachigen Autoren, die mindestens eine eigenständige Publikation vorweisen können, die Möglichkeit, für sechs Monate in Dresden zu leben und zu arbeiten. Dabei wird dem Stadtschreiber durch die Sparkassenstiftung neben einer monatlichen finanziellen Unterstützung auch eine Wohnung kostenfrei zur Verfügung gestellt. Mit der jährlichen Ausschreibung des Stadtschreiberamtes wollen Stiftung und Landeshauptstadt das kulturelle Leben in Dresden bereichern, neue literarische Impulse setzen sowie einen kritischen Blick von außen auf die Stadt ermöglichen.

Schneeschmelze lässt Bäche und Flüsse anschwellen

Dresden ruft Alarmstufe 1 für den Lockwitzbach ausDie milderen Temperaturen der letzten Tage in Verbindung mit Niederschlägen führten zur Schnee-schmelze bis in die oberen Berglagen. In deren Folge sind Bäche und Flüsse inzwischen sachsen-weit angeschwollen. Auch in Dresden werden die Wasserstandsentwicklungen aufmerksam verfolgt. So ist im Verlauf dieser Woche die Elbe kontinuierlich leicht angestiegen. Derzeit bewegt sich der Messwert am Pegel Augustusbrücke um 3 Meter (letzter aktueller Messwert 12 Uhr 2,96 Meter). Am Wochenende ist ein weiterer Anstieg zu erwarten. Genauere Prognosen sind möglich, wenn das Landeshochwasserzentrum den Hochwassernachrichtendienst für die Elbe eröffnet. Erst ab einem Wasserstand von 3,50 Meter wäre für die Elbe in Dresden der Richtwert für die unterste Alarmstufe überschritten.Für den Lockwitzbach im Stadtgebiet hat das Dresdner Umweltamt jetzt vorsorglich die Alarmstufe 1 ausgerufen. Der letzte Messwert am Pegel Kreischa lag heute 11.15 Uhr bei 53 Zentimetern. In An-betracht des Tauprozesses im Einzugsgebiet und zu erwartender Niederschläge ist nicht auszu-schließen, dass heute oder am Wochenende der Richtwert für die Alarmstufe 1 erreicht oder überschritten wird. Er liegt bei 60 Zentimetern. Es können sich um diesen Wert schwankende Was-serstände einstellen.An der Vereinigten Weißeritz gibt es im Stadtgebiet Dresden derzeit keine Hochwassergefahr. Das Umweltamt weist darauf hin, dass auch an den kleineren Fließgewässern in den Hochebenen mit er-höhter Wasserführung zu rechnen ist, so etwa im Schönfelder Hochland, wo Schneereste vorhanden sind.Zur ständigen Abfrage von aktuellen Wasserständen und Vorhersagen stehen folgende Möglichkei-ten zur Verfügung:Elbe am Pegel Dresden Telefon (03 51) 1 94 29Elbe am Pegel Schöna Telefon (03 50 28) 1 94 29Nebengewässer der Elbe Telefon (03 51) 8 92 82 60Hochwasserwarnungen desLandeshochwasserzentrums Telefon (03 51) 8 92 82 61Internet www.hochwasserzentrum.sachsen.deVideotext im MDR-Fernsehen ab Seite 530

Sozialpolitischer Abend für Frauen zu Netzwerken gegen Rechts

Die Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Dresden, Kristina Winkler, und das Frauenbildungszentrum „Hilfe zur Selbsthilfe“ laden zum sozialpolitischen Abend ein. Dieser findet am Dienstag, 2. März, 19.30 Uhr, statt. Veranstaltungsort ist das FrauenBildungsHaus Dresden e. V., Oskarstraße 1, 01219 Dresden. Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung wird aus Mitteln der Gleichstellungsbeauftragten finanziert. Als Gesprächspartner sind Simone Kruschwitz von der Landesarbeitsgemeinschaft „Mädchen und junge Frauen in Sachsen“ e. V. sowie eine Vertretung der Polizei eingeladen. Sie werden zu Themen wie zum Beispiel Informationsaustausch über Netzwerke gegen Rechts oder polizeilicher Schutz sprechen und gern Fragen beantworten.Die Veranstalterinnen behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige Menschen verachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Bienertpark wird rekonstruiert

Der Bienertpark an der Paschky- und Dölzschener Straße am Eingang zum Plauenschen Grund wird schrittweise rekonstruiert. Zunächst hat der Regiebetrieb Zentrale Technische Dienstleistungen im Auftrag des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft in dieser Woche begonnen, am Hang zur Dölzschener Straße kleinere Ahorne, Robinien und Sträucher zu entfernen und damit die Sichtachse in den Park wiederherzustellen. Diese Arbeiten dauern voraussichtlich bis Mitte März und werden ab Oktober fortgesetzt. Für die eigentliche Parkrekonstruktion ist das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft auf Unterstützung aus der Bevölkerung angewiesen und hofft auf entsprechend zweckgebundene Spenden auf den Fonds Stadtgrün:Konto-Nr. 31 20 00 00 34BLZ 850 503 00Ostsächsische Sparkasse DresdenVerwendungszweck: FONDS STADTGRÜN – BienertparkMehr Informationen zum Fonds Stadtgrün sind unter www.dresden.de/stadtgruen abrufbar.Grundlage für die voraussichtlich längerfristige Rekonstruktion ist eine „Denkmalpflegerische Zielstellung“, die im Auftrag des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft im Jahre 2008 von dem Dresdner Landschaftsarchitekten Michael Müssiggang erarbeitet wurde.Der sogenannte Neue Bienertpark wurde 1911 nach Plänen von Max Bertram im Auftrag von Theodor Bienert, Sohn des Hofmühlenbesitzers Traugott Bienert, auf dem hängigen Gelände am Ratssteinbruch angelegt. Er ist rund 15 000 Quadratmeter groß und diente von jeher der Naherholung.

Noch bis 26. Februar Rathaus-Ausstellung mit Gedächtnisprotokollen von Kriegskindern

Noch bis zum 26. Februar kann im Lichthof des Rathauses die Ausstellung „Der Zug blieb stehen“ mit Gedächtnisprotokollen und Fotografien von Kriegskindern besucht werden. Die Ausstellung wandert dann weiter nach Görlitz und wird dort am 7. Mai, 19 Uhr im „Gleis 1“, dem ehemaligen Mitropa-Speisesaal des Bahnhofs, eröffnet.1945 – die Front im Osten rückt hörbar näher. Die Bewohnerinnen und Bewohner von Breslau müssen die Stadt verlassen. Die Flucht aus Oberschlesien mit einem der letzten Züge führt über Görlitz nach Dresden. Doch viele Menschen kommen dort nicht an. Sie sind in einem Zug, der am 13. Februar vor dem brennenden Dresden stehen bleibt. Das rettet ihr Leben.Einige aus dem Zug haben sich Jahrzehnte später zufällig getroffen und festgestellt: Sie waren im selben Zug! Die Erlebnisse dieser Menschen – ergänzt durch zusätzliche Berichte – wurden von Sabine Röver, heute Galeristin in Nürnberg, aufgeschrieben, um sie der Nachwelt zu erhalten. Der Nürnberger Fotograf Willy Weihreter porträtierte diese Menschen in einfühlsamen großformatigen Fotografien. Die Zeitzeugen erzählen von Bombenangriffen und Luftschutzräumen, von Flucht und Orientierungslosigkeit, von der letzten Vorstellung im Zirkus Sarrasani, aber auch vom unglaublichen Zufall, dem Inferno entgangen zu sein. Die Gedächtnisprotokolle betreffen Erlebnisse in Polen, Ungarn, Tschechien und Deutschland, also alles Staaten, die sich heute in der EU, einem friedlich vereinten Europa, wiederfinden.Aus den ergreifenden Texten und den beeindruckenden Fotografien sind das Buch und die Ausstellung „Der Zug blieb stehen“ entstanden. Das Buch zur Ausstellung ist für 19,90 Euro im BürgerServiceBüro des Rathauses im Raum E/020 erhältlich.Geöffnet ist der Lichthof montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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