Der Dresdnerwolf

Neues und Altes aus Dresden – Elbflorenz

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Archiv: Oktober 2008

Lesung:Kerstin Gier – Gegensätze ziehen sich aus – 3. Band der berühmten Mütter-Mafia



Am Montag, den 3. November 2008 um 19.00 Uhr stellt Kerstin Gier den 3. Band der Mütter Mafia „Gegensätze ziehen sich aus“ in der Bibliothek Strehlen, Corinthstraße 8, Tel. 0351/4 70 77 11, vor.Die Mütter-Mafia hat ein neues Hauptquartier – Pomp und Pumps, der eigene Schuhladen. Hier gibt es traumhafte Stilettos, wunderschöne Stiefel, köstlichen Cappuccino und die besten Tipps in Herzensangelegenheiten. Ohne Zweifel: Für Constanze und den Anwalt Anton ist es die ganz große Liebe gewesen. Aber: Kann man Romantik, Leidenschaft und das große Kribbeln auch im Alltag einer komplizierten Patchworkfamilien-Beziehung erhalten? Wie groß muss die Liebe sein, um mit aufdringlichen Exmännern, eifersüchtigen Töchtern und skrupellosen Rivalinnen fertig zu werden?Kerstin Gier, Jahrgang 1966, hat als mehr oder weniger arbeitslose Diplompädagogin 1995 mit dem Schreiben von Frauenromanen begonnen. Mit Erfolg: Ihr Erstling “Männer und andere Katastrophen” wurde mit Heike Makatsch in der Hauptrolle verfilmt, und auch die nachfolgenden Romane erfreuen sich großer Beliebtheit. Heute lebt Kerstin Gier, als freie Autorin mit Mann, Sohn, zwei Katzen und drei Hühnern in einem Dorf in der Nähe von Bergisch Gladbach.Der Eintritt beträgt 4,- €, 2,50 € ermäßigt, Bibliotheksnutzer haben freien Eintritt.Elke ZieglerLeiterin Öffentlichkeitsarbeit

Ausstellung anlässlich des 70. Geburtstages von Karikaturistin Barbara Henniger im Stadtarchiv



Positiv denken – Satirische ZeichnungenMit dem Titel „Positiv denken – Satirische Zeichnungen und Cartoons“ stellt die bekannte Karikaturistin Barbara Henniger in der Zeit vom 4. bis 27. November im Stadtarchiv Dresden, Elisabeth-Boer-Straße 1 ihre Werke aus. Erstmals sind auch ihre Anfänge zu sehen: Kinderzeichnungen, frühe Architektur- und Landschaftsskizzen. Daneben stehen Illustrationen für die Tageszeitung und die ersten politischen Karikaturen. Mittelpunkt der Präsentation sind Arbeiten für den „Eulenspiegel“ aus 40 Jahren, wie Satire und Humor mit Blick auf den realen Sozialismus in der DDR, auf die friedliche Revolution 1989/90 und danach die kritische Beschreibung des vereinten deutschen Alltags. „Am Anfang habe ich das Gemeinwesen, in das wir Ostler uns Hals über Kopf hineingestürzt hatten, von außen betrachtet und gezeichnet. Mit der Zeit begriff ich, dass nicht das System, sondern im System hinterfragt wurde. Ich bin bis heute noch nicht ganz angekommen, wundere mich und staune. Aber das schützt vor Routine.“Die Ausstellung ist jeweils Montag und Mittwoch von 9 bis 16 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr und Freitag von 9 bis 12 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.Barbara Henniger wurde am 9. November 1938 in Dresden geboren. Nach dem Abitur 1956 studierte sie fünf Semester Architektur an der Technischen Hochschule. Von 1959 bis 1967 arbeitete sie in der Redaktion des Sächsischen Tageblatts. Heute blickt die Siebzigjährige auf ein umfangreiches Werk zurück, das mehrfach ausgezeichnet wurde.

Ökumenisches Gedenken zum 70. Jahrestag der Pogromnacht

Am Sonntag, 9. November 2008, wird es ein Ökumenisches Gedenken der christlichen Kirchen und der Jüdischen Gemeinde in der Dresdner Synagoge geben.Um 16:30 Uhr sind Dresdens Bürgerinnen und Bürger eingeladen, um am ehemaligen Standort der Dresdner Synagoge am Hasenberg der Opfer der Pogromnacht am 9. November 1938 zu gedenken. Traditionell singt zunächst der Dresdner Synagogenchor. Es folgen eine Ansprache der Oberbürgermeisterin Helma Orosz sowie das Kaddischgebet von Landesrabbiner Dr. Salomon Almekias-Siegl.Um 17:00 Uhr wird die Gedenkveranstaltung in der Synagoge fortgesetzt. Beteiligt daran sind Dekan Klemens Ullmann und Superintendent Dr. Peter Meis als Vertreter der christlichen Kirchen in der Stadt sowie Dr. Nora Goldenbogen, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Dresden. Musikalisch gestalten das Ökumenische Gedenken ein Ensemble aus Dresdner Kreuzchor und Dresdner Kapellknaben, der Dresdner Synagogenchor sowie der Jüdische Chor aus der mährischen Stadt Ostrava.„Das Novemberpogrom liegt bereits 70 Jahre zurück, doch es darf wie alle anderen grauenvollen Verbrechen unter der Naziherrschaft, die auch in unserer Stadt zum Alltag gehörten, nicht in Vergessenheit geraten. Es stimmt mich froh, dass Jüdisches Leben heute wieder einen selbstverständlichen Bestandteil im religiösen und kulturellen Stadtbild Dresdens darstellt“, so Oberbürgermeisterin Helma Orosz.„Unter den Dresdnerinnen und Dresdnern, die 1938 zu- oder wegschauten, waren viele Kirchgemeindeglieder“, so Superintendent Dr. Peter Meis. Dekan Klemens Ullmann ergänzt: „Wir laden ein, an die Ereignisse vor 70 Jahren zu erinnern, weil wir alle verantwortlich und gefordert sind, neue Anzeichen von Ausgrenzung und Bedrohung in unserer Zeit zu erkennen und zu unterbinden.“ Geschichte solle sich nicht wiederholen.Der November 1938 war ein Schicksalsmonat für deutsche und europäische Juden. Vom 7. bis 13. November 1938 wurden über 400 jüdische Menschen ermordet oder in den Tod getrieben. In der Pogromnacht vom 9. zum 10. November 1938 brannten jüdische Synagogen in ganz Deutschland. Fast alle Synagogen und viele jüdische Friedhöfe in Deutschland wurden zerstört. Ab dem 10. November 1938 wurden mehrere 10 000 Juden in Konzentrationslagern inhaftiert – bis zum Ende des zweiten Weltkrieges verloren über fünf Millionen jüdische Menschen ihr Leben.

Tiefgarage Dresdner Altmarkt wird eröffnet

240 neue Stellplätze für die Innenstadt – Dresdner Striezelmarkt 2008 wieder an traditioneller StelleAm Freitag, 31. Oktober 2008, 15 Uhr wird die Tiefgarage am Altmarkt eingeweiht. Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen das Bauwerk zu besichtigen. 240 Stellplätze sind ab 1. November über die Einfahrt auf der Wilsdruffer Straße nutzbar. Die Parkpreise betragen einen Euro pro halbe Stunde. Das Tagesticket kostet 12 Euro. Der Bau der Tiefgarage kostete den Investor ca. 20 Mio. Euro.Gemeinsam mit dem Bauherrn ist es der Stadt gelungen, den Dresdner Altmarkt rechtzeitig vor der Weihnachtssaison neu zu gestalten und so fertig zu stellen, dass auch der Dresdner Striezelmarkt planmäßig an traditioneller Stelle am 27. November öffnen kann.Ab Januar müssen noch Restleistungen erbracht werden. Die Stadt wird noch Bänke und Papierkörbe aufstellen. Der Investor der Tiefgarage stellt noch drei Wasserbecken und die Natursteinverkleidung der Einfahrtsrampen der Tiefgarage sowie die neue Haltestellenüberdachung auf der Wilsdruffer Straße fertig. Der Platz wird im Frühjahr offiziell übergeben. Für die Erinnerungsstelle an die Opfer des 13. Februar 1945 findet eine feierliche Einweihung statt.Die Landeshauptstadt Dresden investierte für die Platzgestaltung einschließlich der Markierung des Grundrisses des Mittelalterlichen Rathauses durch veränderte Pflasterstruktur, die öffentliche Beleuchtung und das unterirdische Versorgungsnetz für Veranstaltungen insgesamt ca. 2,1 Millionen Euro. Finanziert wurden die Maßnahmen anteilig mit Finanzhilfen des Bundes und des Landes im Rahmen des Erneuerungsgebietes „Stadtumbau Ost – Aufwertung Mitte”.

Präventionstag zum Herzmonat November 2008

Am Donnerstag, 13. November, von 8 bis 17.30 Uhr findet ein Präventionstag der Deutschen Herzstiftung und des Gesundheitsamtes zur „Herzgesundheit“ im Ortsamt Dresden-Neustadt, Bürgersaal, zweite Etage, Zimmer 215 statt.Alle interessierten Dresdnerinnen und Dresdner können sich zum Thema „Herzgesundheit“ informieren und kostenlos den Blutzuckerspiegel untersuchen und eine Cholesterin- und Blutdruckmessung durchführen lassen. Zur individuellen Auswertung der Untersuchungsergebnisse und für Fragen stehen Ärzte und das Fachpersonal zur Verfügung. Herzgruppenleiter Dr. Gottfried Dutschke gibt Informationen zu Herzgruppen in Dresden und erklärt die Funktion eines Defibrillators. Die Ernährungsfachfrau Christine Stoll berät zum Thema gesunde Ernährung. Einige kulinarische Anregungen gibt es an einem Verkostungsbüffet. Diese Aktion soll dazu beitragen, dass zukünftig viele Dresdnerinnen und Dresdner herzgesünder leben und sich dadurch wohler fühlen können.

Anmeldung zum Dresdner Jugendkulturforum „DOMINO – Jugend gestaltet

Kulturelle Bildung mal ganz andersBewerbung noch bis 3. November – Jurymitglieder bis 30. Oktober anmeldenBreakdance, Rappen, Theater, Graffiti oder ein Schülerpartyevent? Was Jugendliche als ihre Kultur ansehen und gut finden, wissen sie selbst am Besten. Das Dresdner Jugendkulturforum „DOMINO – Jugend gestaltet“ bietet die Chance, Ideen umzusetzen. Bis 3. November können sich Dresdner Jugendliche noch beim Kulturbüro Dresden bewerben.Am 29. November werden die Projekte im Großen Saal des Kulturrathauses Dresden präsentiert. Anschließend diskutieren und entscheiden die Jugendlichen öffentlich selbst, welche der Ideen finanzielle Förderung bekommen. Die Jugendjury kann Fördermittel in Höhe von 4000 Euro vergeben. Um für die Bewertung und Entscheidung gut gerüstet zu sein, bereiten sich die Jurymitglieder in vier Treffen intensiv darauf vor. Jugendliche, die noch bei der Jury mitmachen wollen, können sich noch bis 30. Oktober anmelden.Anmeldeformular und weitere Informationen findet man auf www.domino-dresden.de oder telefonisch unter (03 51) 32 01 56 30.Das Projekt wird unterstützt vom Arbeitskreis „Die Wohnungsbaugenossenschaften in Dresden“ und der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur- und Denkmalschutz.Projektbeschreibung: „DOMINO – Jugend gestaltet” ist ein Beteiligungsprojekt für Jugendliche im Alter von 13 bis 23 Jahren. DOMINO gibt es seit acht Jahren in Dresden und ist aus der Dresdner Jugendszene nicht mehr wegzudenken.

Ausklang der Herbstferien in der Freiberger Arena in Dresden

Noch bis Donnerstag, 30. Oktober, können Freunde der schnellen Kufen in der Freiberger Arena, Magdeburger Straße 10 zum vergünstigten Ferienpreis Eislaufen. Vormittags (Montag bis Freitag, von 10 bis 12.30 Uhr auf der Eisschnelllaufbahn), mittags (Mittwoch und Freitag, von 12 bis 14 Uhr in der Trainingshalle) und nachmittags (Montag und Freitag, von 14 bis 16 Uhr und Mittwoch, von 14 bis 17 Uhr auf der Eisschnelllaufbahn) bezahlen Erwachsene 3 Euro und Begünstigte 2 Euro Eintritt. Die Eisschnelllaufbahn und die Trainingseishalle sind am Freitag, 31. Oktober, von 14 bis 22.30 Uhr geöffnet.Am Sonnabend, 1. November, von 14 bis 18.30 Uhr und am Sonntag, 2. November, von 10 bis 18 Uhr lädt die Eisschnelllaufbahn zum öffentlichen Eislaufen ein. Die Trainingseishalle ist am Sonntag, 2. November, von 16 bis 18 Uhr geöffnet.Die Eisdisco am Sonnabend von 19.30 bis 22.30 Uhr bietet eine gute Möglichkeit, die Herbstferien ausklingen zu lassen. Das neue Disco-Licht-System in der Freiberger Arena und lokale DJs sorgen für die passende Stimmung. Den Besuchern stehen die Eisflächen in der Trainingseishalle und die Außenflächen zum Feiern zur Verfügung.Alle Informationen zur diesjährigen Eislaufsaison im Sportpark Ostra finden Sie im Internet unter www.dresden.de/eislaufen oder können telefonisch unter (03 51) 4 88 52 52 beim Servicepunkt der Freiberger Arena erfragt werden.

Freigabe der Friedrichstraße

Am Freitag (31. Oktober) wird der letzte Abschnitt der Friedrichstraße, der im Rahmen der Hochwasserschadensbeseitigung wieder hergestellt wurde, für den Verkehr freigegeben. Bestehende Umleitungen entfallen. Ab 4 Uhr fahren auch die Straßenbahnen der Linie 10 und die Busse der Linie 94 wieder auf dem regulären Weg. Bis 8. November laufen noch Restarbeiten, wird der südliche Fußweg fertig gestellt und die Einmündung der Vorwerkstraße umgepflastert. Bis dahin kann die Bushaltestelle „Friedrichstadt“ (zwischen Waltherstraße und Vorwerkstraße) vorerst noch nicht bedient werden. Ebenfalls wird der stadtwärtige Verkehr bis 8. November teilweise noch über den Gleisbereich geführt.Die Gesamtkosten für das Vorhaben betrugen ca. 1.500.000 Euro, die Kosten für den Straßenbau ca. 300.000 Euro.

Große europäische Konferenz „Plastic Electronics“ ab 2009 in Dresden

Die fünfte „Global Plastic Electronics“ Konferenz wird vom 26. bis 28. Oktober 2009 im Internationalen Congress Center Dresden stattfinden. „Wir haben wieder eine wichtige europäische Fachkonferenz für Dresden gewonnen, die hervorragend zu den Kompetenzen unseres Standortes passt,“ sagte Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert erfreut. Dabei erinnerte er auch an die bedeutenden Konferenzen der Halbleiterindustrie, die im kommenden Jahr in Dresden stattfinden: das Industrial Strategic Symposium der SEMI im Februar, das Photovoltaic Fab Manager Forum im März und die SEMICON Europa im Oktober.„Die Region Dresden ist Europas größtes Cluster für organische Halbleiter sowohl in der Forschung und Entwicklung als auch in der Produktion. Da lag die Entscheidung der Plastic Electronics Foundation für Dresden nahe,“ so Hilbert, der zudem mit den Veranstaltern über den Aufbau einer neuen Veranstaltung mit Fachmesse im Gespräch ist. „Zwei besonders bedeutenden Akteuren in diesem Technologiebereich kann ich außerdem zu großartigen Erfolgen gratulieren. Zum einen gratuliere ich dem Fraunhofer Institut für Photonische Mikrosysteme zur Einweihung des „Center for Organic Materials and Electronic Devices Dresden“, das damit dem gesamten Standort weitere hervorragende Möglichkeiten für die Forschung, Entwicklung und Pilotproduktion bietet. Zum anderen beglückwünsche ich NOVALED, den OLED-Weltmarktführer, der mit einem durchschnittlichen Umsatzwachstum von mehr als 400 Prozent in den letzten fünf Jahren auf Platz 1 der Mittelständler mit dem schnellsten Wachstum gelandet ist.“In der organischen Elektronik repräsentiert die Region Dresden international anerkannte Kompetenz in Forschung und Fertigung – von der Entwicklung von Displays, OLED-Beleuchtungsmodulen bis hin zu organischen Solarzellen: dazu gehören Unternehmen wie Novaled, MicroEmissive Displays, Plastic Logic, Simtec, KSW microtec, Printed Systems, printronics, Von Ardenne Anlagentechnik, Heliathek und Creaphys, aber auch Forschungseinrichtungen wie das Institut für angewandte Photophysik der TU Dresden, das Fraunhofer IPMS (Institut für Photonische Mikrosysteme) oder das Fraunhofer Institut für Elektronenstrahl- und Plasmatechnik.

Kinderschutz Aktionswoche vom 6.-12. November

Kinderschutz heißt nicht nur Schutz vor Gewalt und Missbrauch. Dazu gehört auch Ernährung, Bewegung, Medienkonsum und die Gesundheitsfürsorge von Familien mit Kindern. Vom 6. bis 12. November findet in Dresden eine Aktionswoche Kinderschutz statt, die mit unterschiedlichen Aktionen für das Thema sensibilisieren möchte. In der Theaterveranstaltung „Hau ab, du Angst“ lernen Kinder, wie sie sich in gefährlichen Situationen verhalten müssen und wie sie Hilfe holen. Beim Medienelternabend erfahren Eltern, wie sie die Medienkompetenz ihrer Kinder fördern können. Im Projekt „Kinder kochen für Eltern – preiswert und gesund“ lernen die Kinder, wie man ein Drei-Gänge-Menü zubereitet. Der Veranstaltungskalender für die Aktionswoche ist im Internet unter www.dresden.de/kinderschutz abrufbar.Laut Paragraphen 1 des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (SGB VIII) hat jeder junge Mensch ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit. Um dieses Recht zu verwirklichen, soll Jugendhilfe insbesondere Kinder und Jugendliche vor Gefahren für ihr Wohl schützen.Kinderschutz in Dresden – Zahlen, Fakten, StatistikDer Soziale Jugenddienst hilft in sechs regionalen Stadtteilsozialdiensten und zehn Erziehungsberatungsstellen bei Erziehungsfragen, Familienkonflikten und anderen sozialen Problemen. Durchschnittlich 1 380 Kinder und Jugendliche erhielten durch das Jugendamt 2007 eine Hilfe zur Erziehung. In knapp 380 Fällen war diese mit der Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in einem Heim verbunden. In mehr als 300 Fällen wurden die Kinder in einer Pflegefamilie untergebracht. Rund 300 Familien bekamen sozialpädagogische Familienhilfe.Der Kinder- und Jugendnotdienst berät Kinder, Jugendliche, deren Familien oder Bezugspersonen täglich 24 Stunden. Probleme können so im Vorfeld geklärt werden, um Eingriffe in das elterliche Sorgerecht zu vermeiden.Die Krisenberatung erfolgt persönlich im Jugendamt Dresden, Rudolf-Bergander-Ring 43, telefonisch unter (03 51) 2 75 40 04 oder per E-Mayl an kinderschutz@dresden.de.Im Jahr 2007 wurden insgesamt 379 Minderjährige in Obhut genommen. Bis 30. September 2008 waren es bereits 322, davon wurden 260 Kinder (2007: 287) im Kinder- und Jugendnotdienst, 20 (2007: 45) in der anonymen Mädchenzuflucht und 42 (2007: 47) in Bereitschaftspflegestellen aufgenommen. Die häufigsten Gründe für die Unterbringung der Kinder sind Überforderungssituationen der Sorgeberechtigten (35 Prozent) und Beziehungsstörungen (33 Prozent). In 15 Prozent aller Notsituationen lag eine Vernachlässigung vor. Bei zehn Prozent waren Misshandlung und bei zwei Prozent sexueller Missbrauch der Grund.Im December 2007 wurde der Dresdner Kinderschutz-Notruf eingerichtet. Unter der Rufnummer (03 51) 2 75 40 04 können Kinder, Jugendliche, Familien, Ämter und Institutionen sowie Bürgerinnen und Bürger den Kriseninterventionsdienst des Jugendamtes zu jeder Zeit erreichen. Fachleute stehen bereit, um Hinweise auf mögliche Kindeswohlgefährdungen anzunehmen und die Anrufenden zu beraten. Bis 30. September 2008 wählten insgesamt 920 Ratsuchende die Nummer des Krisentelefons. Die Adresse kinderschutz@dresden.de wird rund um die Uhr im Kinder- und Jugendnotdienst abgerufen. In diesem Jahr wurden auf diesem Wege bereits 20 Meldungen registriert, geprüft und an zuständige Stellen weitergeleitet.Im Vergleich zum Vorjahr nimmt die Anzahl der eingehenden Meldungen zum Verdacht auf Kindeswohlgefährdung kontinuierlich zu. Der Gesamtzahl von 871 Meldungen im Jahr 2007 stehen 737 Meldungen bis zum 30. September 2008 gegenüber. Dem Jugendamt wurden 83 Verdachtsfälle mehr als im Vergleichszeitraum 2007 angezeigt. Das entspricht einer Steigerung von knapp elf Prozent.Der Anteil der Meldungen zu unter sechsjährigen Kindern ist gestiegen. Mit 26 Prozent ist die Gruppe der Ein- bis Dreijährigen die größte. Die Vier- bis Sechsjährigen machen einen Anteil von 20 Prozent aus. Die Anzahl der Meldungen zu Säuglingen (unter einem Jahr) bzw. zu noch ungeborenen Kindern ist von 2007 zu 2008 um vier Prozent auf einen Anteil von 15 Prozent gestiegen.Die meisten Meldungen erfolgen anonym. Die zweitgrößte Gruppe der Melder ist die Polizei. Zu etwa gleichen Teilen meldeten 2008 Eltern, Schulen, Institutionen und Kindertagesstätten. Eine geringe Erhöhung der Meldungen von Ärzten und Kliniken setzt sich tendenziell weiter fort.Obwohl die Anzahl der Meldungen eines Verdachts auf Kindeswohlgefährdung zum Vorjahreszeitraum gestiegen ist, mussten im Ergebnis der Prüfung weniger Hilfen zur Erziehung (bis 30. September 60, 2007 waren es 201) gewährt und weniger Verfahren hinsichtlich sorgerechtlicher Maßnahmen (bis 30. September 2008 40, 2007 waren es 82) eingeleitet werden. Das Jugendamt wertet dies als ein Indiz dafür, dass durch frühzeitige Hilfe Kindeswohlgefährdung verhindert werden kann.Im Internet unter www.jugendserver-dresden.de bietet der JugendInfoService Dresden bereits seit etwa sechs Jahren ein Angebot der Online-Beratung für Jugendliche und Eltern an. Von den knapp 650 Anfragen, die den Jugendinfoservice in diesem Jahr bereits erreicht haben, kommen ungefähr ein Viertel auf elektronischem Weg. Bei zehn Anfragen wurde ein deutlicher Verdacht auf eine mögliche Kindeswohlgefährdung geäußert. Anfragen gibt es außerdem zu Themen wie Unterhalt, Scheidung, Trennung, Sorge- und Umgangsrecht, Probleme von Eltern mit ihren Kindern oder Jugendlichen, Probleme Jugendlicher im Elternhaus und in der Schule, Auszug aus der elterlichen Wohnung, Mobbing, Gewalt, sexueller Missbrauch, Arbeitslosengeld, Jugendschutz, Jugendmedienschutz, Jugendarbeitsschutz, Sekten, konfliktträchtige Glaubensgemeinschaften, Auslandsaufenthalte, Jugendmobilität, Freiwilligendienste und Berufsorientierung. Da die Online-Beratung im Interesse der Anonymität keine direkte Kontaktaufnahme zu den Ratsuchenden ermöglicht, gibt es hier umfassende Informationen über Beratungs- und Unterstützungsangebote. Im Mittelpunkt steht die Aktivierung von Selbsthilfepotenzialen. Alle Anfragen werden innerhalb von drei Werktagen beantwortet.Das Jugendamt koordiniert derzeit in Dresden ein enges Netzwerk für Kinderschutz. Es ist Bestandteil eines landesweiten Netzwerkes des Freistaates Sachsen. Dresden ist einer von fünf Modellstandorten sachsenweit und damit Teil der bundesweiten Modellvorhaben „Netzwerke für Kinderschutz Sachsen – Pro Kind“. Derzeit wird an einem Konzept für ein Dresdner Netzwerk Kinderschutz gearbeitet. In diesem Konzept werden unter anderem Leitlinien formuliert und erweiterte Kooperationsbeziehungen angestrebt.

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