Der Dresdnerwolf


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Bilder aus Dresden

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Gedanken zu Dresden


Ein guter Geist ist schon genug —
Du gehst zu hundert Geistern;
Vorüber wandelt Dir ein Zug
Von großen, größern Meistern.
Sie grüßen alle Dich fortan
AIs feinen Jung-Gesellen.
Und winken freundlich Dich heran,
Dich in den Kreis zu stellen.
Du stehst und schweigst am heil’gen Ort
Und möchtest gerne fragen.
Am Ende ist’s ein einzig Wort.
Was sie Dir alle sagen.
So schrieb Goethe der Gräfin Egloffstein zu ihrer Dresdener Reise.

Bekennen wir fröhlich, dass große Geister vor uns wandelten, die sich erlauben konnten, mit drei knappen Versen alles zu sagen, was zu sagen war. Sie waren ohne Neid und überließen uns gern, noch ein Breiteres hinzuzustammeln. Uns ist Dresden ein freundlicher Stern, den bewohnen zu dürfen, auch in diesen stockdunklen Tagen etwas leise Tröstendes hat, den verlassen zu müssen, Heimweh bedeutet. Es sind nicht die in Sammlungen gehäuften Erregungen, es ist nicht allein die Wirkung einiger erlesener Werke der Baukunst, beides Effekte, zu deren reinem Genuss auch schon Erfahrung und Übung gehört, es ist noch ein drittes Unwägbares, was dem Zusammenklang von Strom und Himmel, Türmen, Häusern und Hügeln entstrahlt.

Der deutsche Frühling ist ein unentschlossener Ankömlinling, aber an einem schönen Märztage ist er doch da, und dann erwacht dieses Tal und singt das Hoffnungslied von den “linden Lüften”. Die grünen Dächer blinken in der neugeborenen Sonne wie sanfte Edelsteine auf Silber. Diese grünen Dächer sind eines der Kennzeichen der Stadt, deren Geschichte vergleichsweise jung ist, denn sie bestand wohl in der Hauptsache noch aus Holzhäusern zu einer Zeit, da anderwärts schon die gotischen Dome zu bröckeln begannen.

*Frei nach Paul Wolff um 1923